Trockene und gereizte Schleimhäute

Sesamöl: Pflege für die Nase

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Berlin -

Während einer Erkältung kann die Nasenschleimhaut stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Zur regelmäßigen Pflege und Befeuchtung ist Sesamöl gut geeignet: Es beruhigt die Schleimhaut und lässt sie abheilen, damit sie ihre Funktionen wieder in vollem Ausmaß erfüllen kann.

Die gesamte Nasenhöhle wird von einer dünnen Gewebeschicht – der Nasenschleimhaut– ausgekleidet. Im vorderen Teil der Nase liegt die Region, in der sich das sogenannte Flimmerepithel befindet. Dieser Bereich enthält die schleimproduzierenden Becherzellen, welche für einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten sorgen. Das Flimmerepithel verfügt über eine Zilienbewegung – dadurch werden die Schleimhäute vor Krankheitserregern und Fremdkörpern geschützt und gereinigt. Durch den konstanten Schlag der Flimmerhärchen werden störende Partikel aus der Atemluft abtransportiert.

Das Nasensekret ist aus zwei Schichten aufgebaut: In der inneren dünnflüssigen Schicht sind die Zilien enthalten – diese Schicht wird auch als Solschicht bezeichnet. Die äußere Schicht ist gelartig und wird mithilfe der Zilien vorangetrieben, um die Fremdkörper aus dem Körper zu schleusen. Wichtigster Bestandteil dieses Nasenschleims sind Muzine: Diese Glycoproteine sind für die viskoelastischen Eigenschaften verantwortlich.

Neben ihrer reinigenden Funktion verfügt die Schleimschicht über weitere wichtige Aufgaben: Sie erwärmt und befeuchtet die eingeatmete Luft bereits im Nasenbereich, damit sie beim Eintritt in die Lunge nicht reizt. Sind diese Mechanismen überlastet kann es jedoch dazu führen, dass die Schleimhaut ihre Funktionen nicht mehr ordnungsgemäß ausführen kann. Durch besondere Klimaverhältnisse und Witterungsbedingungen wie Kälte kann es beispielsweise zu einer Reizung der Nasenschleimhäute kommen. Ebenso durch trockene Heizungsluft, Klimaanlagen, den Dauergebrauch von abschwellenden Nasensprays oder Erkältungen.

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