Krank durch Lüftungsanlagen

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Berlin - In vielen öffentlichen Gebäuden stehen sie mittlerweile, die Luftfilter. Mittels verschiedener Techniken können sie kleinste Partikel und damit auch Viren aus der Luft filtern. Doch was ist, wenn das Gerät nicht ordentlich gewartet wird? Kann die präventive Wirkung dann umschlagen und die Maschine wird zur Keimschleuder? Ist ein Luftfilter gleichzusetzen mit einer Lüftungsanlage? Die gelten immerhin als Keimquelle bei unsachgemäßem Gebrauch.

Es stimmt, Lüftungsanlagen können von der Frischluftquelle zur Keimschleuder werden. Ohne richtige Wartung und Pflege können die Systeme krank machen. Das ist immer dann der Fall, wenn sich in der ansammelnden Feuchtigkeit Keime ansiedeln. Neben Bakterien und Pilzen können sich aber auch andere Schadstoffe ablagern, die dann immer wieder umgewälzt in die Räume gelangen.

Werden die Filter nicht regelmäßig gewechselt, kann es zum Absinken des Sauerstoffgehalts in den Wohnräumen kommen. Folglich reichern sich, bei gleichzeitig unzureichender Lüftung, Kohlendioxid und Schadstoffe an. Durch den gleichzeitig erhöhten Feuchtigkeitsgehalt der Luft kann es bei den Anwesenden im Raum zu Unwohlsein mit Kopfschmerzen und Hustenreiz kommen. Nicht alle Lüftungsanlagen sind fähig die anfallende Feuchtigkeit in der Luft (durch Atmen und Transpirieren) ausreichend abzutransportieren. Folglich kann Schimmel im Innenraum entstehen.

Doch bei den aktuell häufig aufgestellten Luftfilter-Geräten handelt es sich nicht um eine fest verbaute Anlage, sondern um eine mobile Variante zur Keimreduzierung in der Luft. Grob unterteilen lassen sich Aktivkohlefilter, HEPA-/ULPA-Filter, Feinstaubfilter und Grobstaubfilter. Für den Einsatz in der Offizin zur Eindämmung der Aerosole in der Luft kommen vor allem die HEPA-Filter in Betracht. Die Filtersysteme, die kaum größer als eine mobile Klimaanlage sind, sollten zur sicheren Filtration von Sars-CoV-2 einen H13 oder H14-Filter beinhalten.

HEPA-Filter befreien die Zuluft von Aerosolen, Viren, Milben, Pollen und Staubpartikel. HEPA steht für „High Efficiency Particulate Airfilter“ – 0,1 bis 0,3 µm große Partikel können abgeschieden werden. Sie gehören zu den Schwebstofffiltern. Es werden zwei Filterklassifizierungen unterschieden: H13 und H14. Bei einem H14 kommen von 100.000 Teilchen beispielsweise nur 5 Teilchen durch. Die Funktionsweise beruht auf einem engmaschigen Fasernetz in unregelmäßiger Anordnung, das Partikel unterschiedlicher Größe herausfiltert. Diese Filter werden im Allgemeinen in Reinräumen eingesetzt. Apotheken mit Sterillabor kennen die Filter aus den Sicherheitswerkbänken.

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