Hände-Desinfektion

Keine Viren aber trockene Haut? APOTHEKE ADHOC, 21.11.2019 14:26 Uhr

Hautschutz

  • Wann: am Morgen oder vor hautbelastenden Tätigkeiten
  • Womit: Hautschutzcreme (parfüm- und farbstofffrei)
  • Wie: sorgfältiges Einreiben einer haselnussgroßen Menge

Reinigung

  • Wann: bei sichtbarer Verschmutzung, nach Toilettenbesuch
  • Womit: pH-neutrales Handwaschpräparat (seifenfreie Tenside, parfüm- und farbstofffrei)
  • Wie: mit lauwarmen Wasser für mindestens 30 Sekunden, sorgfältig abtrocknen

Desinfektion

  • Wann: Nach dem Umgang mit keimbehafteten Oberflächen (Türklinken), vor dem Umgang mit Lebensmitteln, nach Toilettebesuch, Nasenputzen und Husten
  • Womit: Händedesinfektionsmittel (ohne Zusatzstoffe)
  • Wie: Ungefähr 3 ml werden mindestens 30 Sekunden lang gründlich verrieben

Hautpflege

  • Wann: zwischendurch und am Abend
  • Womit: reichhaltige Pflegecreme ohne reizende Inhaltsstoffe (keine Anti-Aging-Cremes)
  • Wie: sorgfältiges Einreiben einer haselnussgroßen Menge

Laut Angaben des Robert Koch-Institut (RKI) ist Händewaschen als Standard für die Infektionsprävention nicht geeignet. Lipide und andere Substanzen werden aus der Haut gelöst. Diese für die Hautbarriere nötigen Substanzen kann die Haut nur verzögert ersetzen. Zusätzlich wird Wasser in die oberen Hautschichten eingelagert. Diese Hyperhydratation wird zunächst als angenehm empfunden. Die Feuchtigkeit kann jedoch in der geschädigten Haut nicht gehalten werden und verdampft nach zehn Minuten. Das eingelagerte Wasser verdünnt zudem das aufgetragene Desinfektionsmittel, somit ist die Wirkung eingeschränkt.

Neben den Influenza-Viren können zahlreiche weitere Keime durch Kontakt mit infizierten Gegenständen übertragen werden, so zum Beispiel Brechdurchfall-auslösende Viren oder Bakterien. Beim Erbrechen bilden sich zudem kleinste Viruströpfchen, die in die Luft gelangen. Erbrochenes sollte daher sofort entfernt werden, da es als hochansteckende Infektionsquelle gilt. In Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sind die Viren aufgrund der Ansteckungsgefahr daher gefürchtet: Oft kommt es zu größeren Ausbrüchen, welche nur schwer einzudämmen sind. Bei Ansteckung mit Rotaviren und Noroviren gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Gerade im Winter steigt die Infektionsrate mit den fieberauslösenden Rotaviren stark an.

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