Keine Sorge: Nur Allergie!

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Berlin - Jedes Jahr beginnt im Frühling – sobald die ersten Gräser und Bäume sprießen – die Allergiesaison. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Im Zuge der Pandemie können Betroffene jedoch doppelt leiden: Denn nicht nur die Symptome plagen, sondern auch die Blicke und Reaktionen der Mitmenschen. Denn Niesen & Co. ist zum Stigma geworden.

Die Augen sind gerötet und tränen, die Nase läuft und kitzelt. Des Öfteren rutscht auch der ein oder andere Nieser heraus und auch der Husten und damit einhergehende Atembeschwerden lassen sich nicht immer gänzlich unterdrücken und verstecken. Die Allergiesaison ist bereits in vollem Gange – die Pandemie macht es Betroffenen allerdings besonders schwer.

Stigmatisierung in der Öffentlichkeit

Denn Husten und Niesen ist zum Problem geworden: Die Angst vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 hat die Menschen sensibler für Keime und Krankheitserreger gemacht. Mitmenschen, die Anzeichen für eine Infektion aufweisen, werden daher gemieden oder gar ausgegrenzt. Im Supermarkt ernten sie kritische Blicke, es wird Abstand genommen – im schlimmsten Fall droht sogar verbale Kritik. Viele Allergiker bleiben daher bei starken Symptomen lieber gleich Zuhause. Doch auf Dauer kann das auch psychisch belasten.

Besser ist es daher aufzuklären: Denn die Allergiesaison ist schließlich nichts Neues und den meisten bekannt. Das offene Gespräch kann Missverständnisse aus dem Weg schaffen. Kommt es in der Öffentlichkeit zu husten oder niesen kann es oft schon helfen den Sachverhalt kurz zu erklären: „Keine Sorge, ich bin Allergiker.“ oder „Heute ist meine Allergie besonders schlimm.“ Solche Sätze können Klarheit bringen und anderen die Ängste nehmen.

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