Mehr als heiße Luft

Inhalieren: Auf die richtige Durchführung kommt es an

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Berlin -

Bei leichten Infekten in Herbst und Winter können verschiedene Hausmittel Linderung verschaffen. Eines davon ist die Dampfinhalation. Sie kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden und sowohl vorbeugend wie auch im Akutfall helfen.

Das Inhalieren von warmen Dämpfen hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurde das Einatmen von salzhaltiger Luft von damaligen Heilkundlern empfohlen. Heutzutage gilt die Inhalation als klassisches Hausmittel bei Erkrankungen der Atemwege. Auch bei chronischen Lungenerkrankungen ist sie häufig fester Bestandteil der Therapie.

Die Durchführung kann auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Hilfsmitteln erfolgen:

  • Schüssel und Handtuch: Einfachste Methode
  • Inhalatoren: Umfassen einen Behälter für das Wasser sowie verschiedene Aufsätze für Mund und/oder Nase
  • Vernebler: Elektrisch, produzieren besonders feine Aerosole, die tief in die Lunge gelangen. Salze und auch gelöste Medikamente können vernebelt werden

Ist durch eine Grunderkrankung ein Vernebler vorhanden, kann dieser auch hervorragend bei Erkältungen genutzt werden. Die feinen Aerosole gelangen besonders tief in die Lunge und können daher gute Wirkungen erzielen. Bedingt eignen sich auch fertige Inhalatoren aus der Apotheke oder der Klassiker „Schüssel und Handtuch“. Hier kommt es darauf an, was inhaliert werden soll. Idealerweise sollte eine Inhalation etwa 5 bis 20 Minuten andauern. Je nach Symptomatik und Befinden kann sie bis zu dreimal täglich durchgeführt werden.

Die tatsächliche Wirkung von Salzinhalationen mit dem Schüssel-Handtuch-Prinzip ist umstritten, da Natriumchlorid & Co. sich nicht bei 100 Grad oder weniger im Wasserdampf sammeln. Das Salz verbleibt zum Großteil in der Schüssel.

Welche Zusätze sind geeignet?

Je nachdem welche Beschwerden vorliegen, können dem Wasser verschiedene Zusätze hinzugefügt werden. Sowohl ätherische Öle wie auch getrocknete Arzneipflanzen sind geeignet. Kamille und Pfefferminze wirken entzündungshemmend; Salbei, Thymian und Eukalyptus weisen antivirale Eigenschaften auf. Doldenblütler wie Fenchel, Anis und Kümmel können festsitzenden Schleim in den Bronchien lösen und das Abhusten erleichtern. Bei Asthmatikern und Kindern ist bei den Zusätzen jedoch Vorsicht geboten: Denn ätherische Öle können zu Asthmaanfällen führen. Bei Babys und Kleinkindern können ätherische Öle wie Campher oder Menthol zu einem Glottiskrampf führen und Atemnot auslösen.

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