Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Infekte in der warmen Jahreszeit APOTHEKE ADHOC, 29.05.2020 14:50 Uhr

Berlin - Erkältungen sind immer unangenehm – insbesondere in der warmen Jahreshälfte können die Symptome jedoch eine besondere Belastung für Betroffene darstellen. Am besten ist es direkt vorzubeugen, damit Infekte im Sommer gar nicht erst entstehen.

Die meisten Erkältungskrankheiten machen sich im Herbst und Winter bemerkbar, doch auch in der warmen Jahreszeit fliegen natürlich die Erreger durch die Luft. Meist verhindern die Wetterbedingungen im Sommer jedoch einen Ausbruch oder mildern den Verlauf erheblich: Denn zum einen ist die warme trockene Luft als Lebensraum für die Erreger nicht ideal, zum anderen wirkt sich die warme Jahresszeit positiv auf unser Immunsystem aus. Trotzdem kann es auch im Sommer zu einer bakteriellen Sinusitis oder zu einer klassischen durch Viren ausgelösten Erkältung kommen. Oft ist dann im Volksmund die Rede von der „Sommergrippe“, die nicht mit der echten Grippe (Influenza) zu verwechseln ist. Fachlich korrekt spricht man hier von einem grippalen Infekt, der in den Sommermonaten auftritt.

Keine speziellen Erreger

Die Symptome solcher bakteriellen oder viralen Infekte unterscheiden sich kaum von denen im Winter: Zu Beginn kratzt der Hals, die Nase kribbelt, man fühlt sich müde und abgeschlagen. Kurz darauf kommt es schließlich zu Schnupfen, Husten und Druckkopfschmerzen. Die unteren und oberen Atemwege sind betroffen („United Airways“), gegebenenfalls treten Ohrenschmerzen auf. Weiterhin kann es zusätzlich zu einer Sinusitis und / oder Bronchitis kommen. Fieber ist hier eher seltener unter den Symptomen zu finden.

Oft wird behauptet, der zeitliche Verlauf der sogenannte „Sommergrippe“ oder anderer Infekte, die in den Sommermonaten auftreten, sei länger als im Winter. Diese Annahme ist jedoch falsch: Da hier jeweils die gleichen Erreger für die Beschwerden verantwortlich sind, ist auch die Dauer ähnlich lang. Die sogenannte „Sommergrippe“ wird also nicht von speziellen Erregern verursacht.

Achtung Zugluft!

Oft ziehen sich Infekte im Sommer in die Länge, weil Betroffene aufgrund der heißen Temperaturen eher dazu neigen, sich dünner als angemessen zu kleiden. Dadurch kann der Körper auskühlen und der Krankheitsverlauf zieht sich in die Länge. Verstärkt wird diese Auskühlung oft durch Klimaanlagen, Zugluft oder Ventilatoren – deshalb gelten diese Kältequellen häufig auch als Auslöser eines Infektes im Sommer. Durch die Kälte wird auf Dauer das Immunsystem geschwächt, Schleimhäute werden weniger durchblutet und trocknen aus. Auch zu viel Sonne kann das Immunsystem belasten, vor allem bei starker körperlicher Betätigung. Krankheitserreger haben dann leichtes Spiel: Sie können sich leichter auf die Schleimhäute setzen und ausbreiten.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Coronavirus

Desinfizierende Photodynamik

Corona-Schutz: Antiviraler Lack aus Regensburg »

Es ist ein Kraut gewachsen

Beifuß gegen Covid-19»

Verlauf und Prognose von Covid-19

Covid-19: Gefährlicher bei Vitamin-D-Mangel?»
Markt

Kooperationen

Wegen Gehe/Alliance: Avie nimmt Phoenix an Bord»

Verwaiste Freiwahl, Flaute am HV

Rezessionsangst in der Apotheke»

Natürlich und biologisch

Nuxe launcht Bio-Serie»
Politik

Corona-Maßnahmen

Sondererhebung: Abda fragt Apotheken zum Botendienst»

Bundestagswahl 2021

Hennrich: Söder oder Spahn als Kanzlerkandidat»

Einigung zu Botendienstpauschale

250 Euro: Ab September wird ausgezahlt»
Internationales

Walgreens Boots Alliance

Wegen Corona: Pessina streicht 4000 Stellen»

Österreich

Wirkstoffverordnung: Hersteller gegen Gesundheitsminister»

Gesundheitsausschuss stimmt für Festpreise

Schweiz: Apotheker sollen nur noch das Billigste abgeben»
Pharmazie

Geänderte Empfehlungen zu Pertussis

Neu: Keuchhusten-Impfung für Schwangere»

Ursapharm die zweite

Pollicrom: Probleme bei der Dosis»

Rückruf bei Ursapharm

Timo-Comod: Keine Gleichförmigkeit in der Dosis»
Panorama

Nachtdienstgedanken

Wer schön sein will, muss leiden?»

Achtsamkeit, Ernährung und Kritik

Die MenoBitch: Apothekerin startet Podcast»

Skurriles Gewinnspiel

Inko-Albtraum auf der Fußball-Grillparty»
Apothekenpraxis

Lunchtreff mit Jörg Wieczorek (BAH)

Marktcrash durch Corona? »

Apothekenausstattung

Rowa-Diebstahlschutz: Test in Berliner Europa Apotheke»

Frischer Wind in Adlershof

Junger Apotheker übernimmt Bienfaits Apotheke»
PTA Live

Benzoesäure, Kaliumsorbat & Co.

Konservierungsmittel in der Pädiatrie»

Zwei Betroffene erzählen ihre Geschichte

PTA und chronisch krank»

Mehreinwaage nicht vergessen

Ringversuch: Hydrocortison-Kapseln»
Erkältungs-Tipps

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung

Infekte in der warmen Jahreszeit»
Magen-Darm & Co.

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Schubweises Leiden»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Bildergalerie

Schwangerschaftsmythen: Fakt oder Falsch?»

Bluthochdruck, Diabetes & Co.

Chronische Erkrankungen in der Schwangerschaft»

Engmaschige Vorsorgemöglichkeiten

Risikoschwangerschaft: Von Fruchtwasseruntersuchung und iGeL»
Medizinisches Cannabis

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»

Cannabispreisverordnung

Tilray: „Auch wir haben auf die Änderungen reagiert“»
HAUTsache gesund und schön

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»

Neue Kosmetikkonzepte

Hygiene in die Pflegeroutine integrieren»

Sommerzeit = Sonnenbrandzeit

Sonnenschutz: Mindestens LSF 30»