Bronchitis, Pneumonie, Corona

Husten ist nicht gleich Husten APOTHEKE ADHOC, 06.10.2020 14:54 Uhr

Neue Medikamente lassen Patienten husten

Husten ist eine mögliche Nebenwirkung der Therapie mit ACE-Hemmern. Zu dieser Arzneistoffgruppe gehören unter anderem Captopril, Enalapril und Ramipril. Der andauernde Reiz führt dazu, dass Patienten schlecht schlafen und tagsüber erschöpft sind. Das andauernde Husten strapaziert die Bronchien und die Schleimhaut – ein Teufelskreis entsteht. Innerhalb der Beratung sollte auf die aktuelle Medikation Bezug genommen werden. Immer dann, wenn Bluthochdruckpatienten die Nebenwirkungen als belastend empfinden, sollte über eine Therapieumstellung nachgedacht werden, sodass die Adhärenz nicht gefährdet wird. Der Arzt kann eine Umstellung auf Sartane in Betracht ziehen. Arzneistoffe wie Candesartan, Valsartan, Losartan oder Irbesartan führen nicht zum dauerhaften Hustenreiz.

Psychogener Husten

Wer ständig hustet, ohne wirklich erkältet zu sein, der leidet mitunter unter einem psychogenen Husten. Bei Kindern wird diese Form auch Hustentick, bei Erwachsenen Stress- oder Managerhusten genannt. Diese Unterform fällt beratungsmäßig aus dem Rahmen, da Mucolytika, Antitussiva & Co. keinen gewünschten Effekt bringen. Anders als bei einer funktionellen Störung husten Betroffene aus dem Hals. Anfallartige Hustenattacken bleiben aus. Verwandt mit dem psychogenen Husten ist das Gefühl eines Fremdkörpers im Hals. Hat der Patient alle möglichen körperlichen Beschwerden mit seinem Arzt zusammen sicher ausgeschlossen, so gilt die Diagnose „Psychogener Husten“ als gesichert. Atemtechniken, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training können helfen die Symptome zu lindern.

Husten und Corona

Nach aktuellem Kenntnisstand gehören zu den häufigsten Symptomen bei Covid-19 Fieber, Müdigkeit und ein trockener Husten. Aktuell gibt das Robert Koch Institut (RKI) eine mediane Inkubationszeit von fünf bis sechs Tagen an. Nach zehn bis vierzehn Tagen zeigen 95 Prozent aller Infizierten die typischen Symptome. Je nach Verlauf kann eine Sars-CoV-2-Infektion auch mit leichten Halsschmerzen beginnen. Die Krankheitsverläufe sind teilweise so unspezifisch, vielfältig und variabel, dass bisher keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf gemacht werden. So sind neben Husten und Fieber auch eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinns, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche möglich. Wichtig zu wissen: Personen, die über eine laufende oder verstopfte Nase klagen, leiden nach aktuellem Kenntnisstand wahrscheinlich eher an einem grippalen Infekt - Covid-19 führt nur sehr selten zu einer Nasen-Symptomatik.

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