Erkältungssymptome

Erste Erkältungs-Etappe: Trockener Husten Alexandra Negt, 14.01.2020 14:48 Uhr

  • Zu Beginn einer Erkältung macht sich häufig ein trockener Husten bemerkbar. Um die Schleimhautreizungen gering zu halten, sollten frühzeitig Maßnahmen getroffen werden.

Berlin - Reizhusten ist oft ein Vorbote der Erkältung. Zu Beginn ist der Husten trocken und führt zu einer ständigen Reizung. Im weiteren Verlauf wird der Husten produktiv – es kommt zur vermehrten Sekretbildung. In der ersten Etappe des Infektes leiden Betroffene unter Hustenanfällen. Je häufiger diese vorkommen, desto gereizter ist der Rachen – der nächste Anfall folgt. Eine Beruhigung der gereizten Schleimhaut kann den Husten lindern und Schmerzen im Brustkorb reduzieren.

Als Reizhusten generell bezeichnet man einen unproduktiven Husten, der durch eine Reizung der unteren Atemwege hervorgerufen wird. Husten ist meist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Die Funktion besteht darin, die Atemwege von Fremdsubstanzen zu reinigen. Auch wenn man sich verschluckt hat spricht man von einem akuten Husten.

Ursachen

  • Beginnender Infekt,
  • Inhalationsnoxen (allergisch oder toxisch)
  • Arzneimittelnebenwirkungen (ACE-Hemmer)
  • Echinococcus granulosus (Hundebandwurm)
  • Psychische Störungen

Hustenarten

  • Akuter Husten: Kann bis zu acht Wochen andauern und wird zumeist durch Entzündungen der Atemwege (Sinusitis, Bronchitis) ausgelöst. Begleitsymptom von Asthma oder Lungenentzündung
  • Chronischer Husten: Dauert länger als acht Wochen und wird zumeist durch eine dauerhafte Inhalation von Schadstoffen ausgelöst. COPD, Asthma oder Lungenkrebs können ebenfalls Dauerhusten verursachen.
    • Chronisch idiopathischer Husten (CIC): Anhaltender Husten ohne bekannte Ursache (nach Ausschluss-Diagnose)
    • Chronisch refraktärer Husten (CRC): Husten, der trotz adäquater Therapie der Grunderkrankung anhält

An Husten leiden nahezu alle Bundesbürger einmal im Jahr – insbesondere in den Wintermonaten nimmt die Symptomatik zu. Wichtig für die Beratung ist es, zu wissen, wann ein Kunde zum Arzt muss. Tritt Husten mit starken Brustschmerzen, Atemnot oder hohem Fieber auf, sollte eine ärztliche Abklärung stattfinden. Nach Aufenthalten in Ländern, in denen Tuberkulose stark verbreitet ist oder nach Kontakt mit Tuberkulose-Patienten sollte der Betroffene direkt zum Arzt geschickt werden. Plötzlich auftretender Husten, der von weiteren Alarmzeichen begleitet wird, sollte ärztlich abgeklärt werden.

Alarmzeichen

  • Hämoptoe (Bluthusten)
  • Heiserkeit
  • Ruhedyspnoe
  • Fieber über 38,5 Grad Celsius
  • Verdacht auf Pneumonie
  • Akute Herzinsuffizient

Unauffälliger akuter Reizhusten sollte frühzeitig gelindert werden: Durch den ständigen Hustenreiz kann ein Teufelskreis aus stetig neuen Anfällen entstehen. Das Lutschen von Bonbons oder das Trinken von Tee befeuchtet die Schleimhäute – eine Einnistung von Keimen kann verhindert werden.

Lutschtabletten mit befeuchtenden oder schleimbildenden Inhaltsstoffen beruhigen den Hals länger, zudem eignen sie sich gut für die Anwendung unterwegs. Neben salzhaltigen Formulierungen und pflanzlichen Varianten können auch Hyaluronsäure-haltige Lutschtabletten helfen: Die in GeloRevoice (Pohl Boskamp) enthaltene Hyaluronsäure bildet zusammen mit Carbomer und Xanthan ein Hydro-Depot. Dieser Effekt hält im Durchschnitt eine Stunde an. Um eine maximale Wirkung zu erzielen, sollten die Halstabletten nicht zerkaut oder geschluckt werden. Die empfohlene Dosierung beträgt zwei bis drei Tabletten täglich.