Erstattungsfähigkeit von pflanzlichen Arzneimitteln

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Berlin -

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel können unter Umständen zu Lasten der GKV eingereicht werden. Voraussetzung ist, dass sie von einem Arzt verordnet wurden. Je nach Krankenkasse werden unterschiedlich hohe Beträge übernommen. Patienten können die Kostenübernahme per Brief bei ihrer Krankenkasse beantragen.

Die Konditionen der einzelnen Krankenkassen unterscheiden sich stark. So übernimmt die AOK Niedersachsen beispielsweise 500 Euro pro Jahr für pflanzliche und anthroposophische Arzneimittel (mit einer Selbstbeteiligung von 20 Prozent). Die AOK Nordost übernimmt hingegen 50 Euro (ohne Selbstbeteiligung). Die Barmer übernimmt keine Kosten für pflanzliche Arzneimittel – eine Ausnahme bilden Schwangere, hier gibt es keine Budgetgrenze.

Eine ausführliche Liste aller Konditionen der einzelnen Krankenkassen mit Beginn der Satzungsleistung findet man beispielsweise beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Hier sind neben den Kontingenten für pflanzliche, anthroposophische und homöopathische Arzneimittel auch die einzelnen Sonderregelungen für Vitamine und Mineralstoffe aufgelistet. Patienten sollten sich zur Abklärung direkt an ihre Krankenkasse wenden.

In Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie findet sich eine Übersicht der verordnungsfähigen, aber nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel. Diese können vom Arzt ausnahmsweise zur Behandlung schwerwiegender Erkrankungen verschrieben werden. Enthalten sind unter anderem Laxantien, topische Anästhetika oder Antiseptika, Antihistaminika, Vitamine und Mineralstoffe, oder Acetylsalicylsäure mit 300 mg je abgeteilter Form.

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