Welchen Einfluss hat die Mundflora?

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Berlin - Der Einfluss des Darmmikrobioms auf das Immunsystem ist mittlerweile anerkannt. Dass die Mundflora als erste Barriere jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, ist vielen Menschen nicht bewusst. Doch auch im Mund befinden sich zahlreiche Bakterien, die uns vor Krankheitserregern schützen.

Mund und Nase gelten als Eintrittspforte für Viren, Bakterien und andere Keime. Kommt es zu einem Infekt, gelangen die Erreger zunächst in den Mund- und Rachenraum. Sie haften an den Schleimhäuten an und vermehren sich. Dadurch kommt es schließlich zu den ersten Symptomen wie einem Kitzeln in der Nase oder Kratzen im Hals.

Der Körper verfügt über verschiedene Schutzmechanismen, um Viren & Co. abzuhalten: So kann beispielsweise ein Feuchthalten der Schleimhäute dazu beitragen, dass die Erreger nicht so leicht anhaften. Auch Niesen ist ein Abwehrmechanismus, durch den die Keime aus dem Körper geschleudert werden sollen.

Das orale Mikrobiom

Im Mund herrscht zudem reges Treiben: Milliarden von verschiedenen Bakterien sorgen für eine individuelle Mundflora, die ebenfalls dazu führt, dass schädliche Vertreter abgehalten werden. Das orale Mikrobiom ist bei jedem Menschen etwas anders zusammengesetzt. Die enthaltenen Vertreter unterscheiden sich zudem von denen der Darm- oder Vaginalflora. Jedes Mikrobiom ist so aufgebaut, dass es den jeweiligen Körperbereich ideal schützen kann. Noch immer sind nicht alle Vertreter identifiziert, einige sind mittlerweile jedoch gut erforscht.

Einer der wichtigsten Vertreter im Mund ist das Bakterium Streptococcus salivarius: Es produziert Bakteriozine, die das Wachstum seiner schädlichen Verwandten verhindern. Denn diese sorgen nicht nur für Infekte im HNO-Bereich, sie können auch zu Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen, Aphten oder Karies führen. Für letzteren ist meist Streptococcus mutans verantwortlich.

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