Erkältungsmythen: Was ist dran?

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Berlin -

Jeder kennt sie: Die Mythen rund um Husten und Schnupfen. Aber was ist wirklich dran? Stimmt es, dass man eine Erkältung durch kalte Füße bekommt und dass man durch einen Saunagang und eine Tasse Grog wieder schneller auf die Beine kommt?

Der erste und wohl auch bekannteste Mythos dreht sich um Vitamin C. Ascorbinsäure soll einen wieder gesund machen. Hier handelt es sich um einen Irrtum. Auch wenn der Mensch Vitamin C für ein funktionierendes Immunsystem in einer ausreichenden Menge benötigt, ist die präventive Wirkung gegen Erkältungen wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Die Vitamin-Menge, wie sie mit einer ausgewogenen Ernährung aufgenommen wird, ist ausreichend. Überschüssiges Vitamin C scheidet der Körper ungenutzt aus.

Eine Erkältung in der Sauna ausschwitzen – auch dieses Gerücht ist weit verbreitet. Zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sind regelmäßige Saunagänge durchaus sinnvoll. Aber bei einer bereits bestehenden Erkältung wird durch Hitze und kaltes Abduschen die Abwehr nur zusätzlich geschwächt. Der Körper wird stark belastet und der Infekt und damit verbundene Beschwerden können sich verschlimmern. Besser: Ein kurzes Erkältungsbad mit entsprechenden Zusätzen spendet wohltuende und entspannende Wärme. Dennoch sollte bei Fieber ein solches vermieden werden. Bei erhöhter Temperatur kann sich ein warmes Bad negativ auf den Kreislauf auswirken.

Auch auf den warmen Grog sollte während einer Erkältung besser verzichtet werden. Eine Verbesserung der Erkältungssymptome lässt sich hier nicht beobachten. Der Alkohol erweitert die Blutgefäße und kann Kreislaufbeschwerden verstärken und den Körper noch mehr fordern. Besser ist es hier, zum Hustentee zu greifen. Die pflanzlichen Bestandteile lösen den festsitzenden Schleim bei Infekten, befreien die Atemwege und lindern die Beschwerden. Zudem ist es wichtig, in ausreichender Menge zu trinken. Die Immunzellen der Nasen- und Rachenschleimhaut arbeiten in befeuchtetem Zustand weitaus wirkungsvoller.

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