Erkältet durch die Klimaanlage

, Uhr

Berlin - Wer in einer Apotheke arbeitet, kennt das Problem im Sommer meist zur Genüge: Erkältungen durch den Einsatz der Klimaanlage. Da Medikamente nicht über 25 Grad Celsius gelagert werden sollten, werden die Apothekenräume entsprechend heruntergekühlt. Doch auch im Auto oder in Supermärkten kommen Klimageräte häufig zum Einsatz. Da stellt sich die Frage, warum wir dadurch überhaupt krank werden und wie wir vorbeugen können?

Die Apothekenbetriebsordnung schreibt vor, dass für Arzneimittel „eine Lagerhaltung unter 25 Grad Celsius möglich“ sein muss. Da viele Medikamente auch außerhalb eines klimatisierten Kommissionierautomatens lagern, wird das Apothekenteam ebenfalls abgekühlt. Was an schwülwarmen Sommertagen von vielen Kunden geneidet wird, ist für die Gesundheit jedoch häufig problematisch. So häufen sich die Erkältungen in der heißen Jahreszeit ganz besonders bei den Personengruppen, die im Bereich von kühlenden Klimaanlagen arbeiten. Und das ist kein Zufall.

Die Temperatur wird nicht nur herabgesenkt, gleichzeitig entsteht auch kalte Zugluft. Diese ist gleichzeitig sehr trocken, was das Problem noch verschärft. Die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum trocknen auf diese Weise aus und werden nicht mehr ausreichend durchblutet. Das hat zur Folge, dass die körpereigene Abwehr nicht mehr optimal arbeiten kann und Keime nicht ausreichend bekämpft werden können. Die Folge sind trockene und entzündete Augen sowie Erkältungskrankheiten mitten im Sommer.

Klimaanlagen können außerdem Viren, Pilze oder Bakterien, die sich im System befinden, über ihren Luftstrom äußerst gut verteilen. Daher ist der erste Punkt, um sich zu schützen, eine optimale Wartung der Anlage. Gerade im Auto ist das besonders wichtig, da wir uns hier besonders nahe an der ausströmenden Kaltluft befinden. Daher ist auch der zweite Tipp, die Lüftung nicht direkt auf den Körper zu richten. Besonders gefährdet sind übrigens die Menschen, die häufig von kalten zu warmen Räumlichkeiten wechseln müssen. Durch den Schweiß, der sich in der Hitze entwickelt hat, kühlt der Körper unter dem Einfluss der Klimaanlage ganz besonders schnell aus.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Dokumentation, Standardisierung & Co.
Patientensicherheit in der Rezeptur »
Arzneimittel-Richtlinie
Aktualisierung der Anlage V »

Mehr aus Ressort

Wenn trotz Fieber Kälte herrscht
Schüttelfrost – wieso, weshalb, warum? »
Himbeerzunge, Hautausschlag & Fieber
Scharlach – unterschätzte Kinderkrankheit »

Downloads: HV-Wissen to go

Weiteres
Booster, Studien, Wirksamkeit
Update Impfstoffe»
Modellprojekt Westfale-Lippe
Grippeimpfung in Apotheken startet»
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
„Entscheidet sich mit Einführung des E-Rezepts“
Fiege will für Apotheken ausliefern»
Verschließbare Box mit App-Kontakt
Botendienst mit Fernsteuerung»
Wie erzielt man Reichweite?
Instagram für die Apotheke»
Apotheker enttäuscht über Entschädigung
PTA muss 11.400 Euro an Ex-Chef zahlen»