Auswurf: Wenn‘s gelb und grün wird

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Berlin - Im Verlauf einer Erkältung kommt es früher oder später meist zu einem produktiven Husten, der von Auswurf begleitet wird. Zahlreiche Mythen ranken sich um den manchmal grün-gelblich gefärbten Schleim. Doch was kann der Auswurf verraten und wie entsteht er eigentlich?

Zu Beginn einer Erkältung ist der Husten meist trocken und unproduktiv. Schon nach kurzer Zeit kommt jedoch meist eine zunehmende Verschleimung der Bronchien hinzu. Die Bronchialschleimhaut produziert auch im gesunden Zustand ständig ein dünnflüssiges Sekret: Dadurch entsteht ein Schleimfilm, der die Atemwege schützt und gleichzeitig Schadstoffe abtransportiert. Zum Großteil besteht dieser Film aus Wasser und Proteinen.

Kommt es zu einem Infekt, so produziert die Schleimhaut der Bronchien vermehrt Sekret. Häufig kommt es dann zu einer Eindickung: Es wird zunehmend zäher und kann nur noch schwer abtransportiert werden. Der Körper versucht schließlich, den Schleim durch Husten von den Bronchien zu lösen und sich von überschüssigem Sekret zu befreien: Der Schleim wird aus den Bronchien nach oben in den Mundraum befördert und dann meist ausgespuckt oder heruntergeschluckt.

Durch verschiedene Erkrankungen können sich die Konsistenz und die Farbe des Auswurfs verändern: Er kann sowohl dünnflüssig wie auch zäh und schleimig oder schaumig sein. Die Farbe kann von gelblich bis hin zu grün oder braun variieren. In schweren Verläufen – wie beispielsweise bei Lungenentzündungen – kann auch Blut im Auswurf enthalten sein. Oft wird behauptet, dass anhand der Färbung eine Aussage über virale oder bakterielle Ursachen getroffen werden kann. Grundsätzlich gibt das Sekret jedoch nur grobe Hinweise, eine eindeutige Diagnose kann durch die Färbung allein nicht getroffen werden.

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