Abwarten und Tee trinken – aber richtig!

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Berlin - Die Apotheke bietet allerhand Produkte, die das Leben der Patienten erleichtern. In der Erkältungszeit besonders gefragt sind neben Taschentüchern und Bonbons auch die Arzneitees. Woher weiß man, welches Kraut wogegen gewachsen ist? Was gilt es bei der Zubereitung zu beachten? Und sind Tees eine empfehlenswerte Therapie oder nur etwas für „Kräuterhexen“?

Die Grundlage für Arzneitees sind pflanzliche Ausgangsmaterialien wie Blüten, Blätter, Wurzeln und Rinden, die entweder ganz oder zerkleinert angeboten und als Drogen bezeichnet werden. Um beurteilen zu können, welche Pflanzen und Pflanzenteile therapeutisch wirksam sind, veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (Vorläufer des BfArM) in den Jahren zwischen 1978 und 1995 Monographien der wichtigsten Drogen. Diese enthalten Angaben zu Inhaltsstoffen, Wirkung und Indikation, aber auch zu Gegenanzeigen sowie Neben- und Wechselwirkungen.

Heute erfolgt die Bewertung von Drogen auf europäischer Ebene durch das Herbal Medical Products Committee (HMPC). Auch gängige und sinnvolle Teemischungen wurden dabei berücksichtigt und überprüft. Die veröffentlichten Monographien dienen Fachpersonal als wichtiger Anhaltspunkt für ihre indikationsbezogene Empfehlung.

Damit pflanzliche Drogen zur Teebereitung verwendet werden können, müssen sie den Anforderungen des Europäischen Arzneibuchs entsprechen, welche unter anderem Reinheit der Droge und mikrobiologische Qualität vorschreiben. Somit wird gewährleistet, dass Patienten, die einen Arzneitee kaufen, stets ein hochwertiges und qualitativ einwandfreies Produkt erhalten.

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