Vor Gematik: Kassen starten mit „E-Rezept Deutschland“

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Laut Mitteilung der Kassen sind mehr als 1000 Vor-Ort-Apotheken, die die Medikamente teilweise auch nach Hause liefern, sowie mehrere Versandhändler sind beim „E-Rezept Deutschland“ dabei und können von den Versicherten in der App ausgewählt werden. Damit Ärzte das E-Rezept ohne großen Aufwand in den Praxisalltag integrieren können, kooperieren die Kassen mit den Softwaredienstleistern medatixx und Medisoftware. Die Praxissoftware-Lösungen von medatixx werden von rund 38.000 Ärzten in 21.000 Praxen eingesetzt, die von Medisoftware nutzen etwa 2200 Ärzte in 1.000 Praxen.

„Es geht nun darum, dass möglichst viele Ärzte mitmachen und zu digitalen Vorreitern werden, um das elektronische Rezept in die breite Versorgung zu bringen. Für die Praxen bietet das E-Rezept die Chance, den Ausstellungsprozess zu verschlanken und die Patientensicherheit zu erhöhen“, sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Um elektronische Verordnungen ausstellen zu können, müssen sich Ärzte einmalig registrieren und die E-Rezept-Funktion in der Praxissoftware freischalten.

Die Krankenkassen Techniker Krankenkasse (TK), Barmer, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse (HEK) und die BIG direkt gesund versichern zusammen etwa 26 Millionen Menschen in Deutschland. Um das „E-Rezept Deutschland“ nutzen zu können, benötigen die Versicherten die jeweilige App ihrer Krankenkasse: TK-Doc, Barmer E-Rezept-App, HEK Service-App, BIG E-Rezept-App, die DAK Service App sowie die DAK E-Rezept App. Kooperationspartner sind neben den Softwaredienstleistern medatixx und Medisoftware die Apothekendienstleister Noventi, NARZ/AVN, ARZ Haan, DRZ sowie Pharmatechnik. Die technische Umsetzung des E-Rezepts liegt bei der Firma eHealth-Tec, der Tochter von Zur Rose.

 

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