Gematik schafft Transparenz

Landkarte mit E-Rezept-Apotheken

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Berlin -

Spätestens im September sollen alle Apotheken nach den Plänen des Bundesgesundheitsministerium (BMG) E-Rezepte beliefern können. Die Gematik stellt nun auf der Seite E-Rezept für Deutschland eine Landkarte mit Apotheken online, die schon heute „ready“ sind. Bislang gab es diese Information nur in der wenig genutzten Gematik-App.

Die Darstellung auf der Karte beruht auf den eigenen Angaben der Apotheken auf dem Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV). Nach aktuellem Stand können demnach rund 4500 Apotheken E-Rezepte eingelöst werden. Technisch ausgestattet und vorbereitet sind laut Gematik weitere rund 4500 Apotheken. Demnach wäre grundsätzlich ziemlich genau die Hälfte der Apotheken startklar.

Das deckt sich mit den Angaben im TI-Score der Gematik. Denn hier haben in der Kategorie Warenwirtschaftssysteme die Hälfte der Anbieter die Bestnote „A“. Die beiden großen Softwarehäuser CGM Lauer und ADG feilen noch an ihren Anwendungen und haben die Nutzung entsprechend noch nicht empfohlen. Bei der Gematik geht man aber davon aus, dass „die Ausstattung weiterer Apotheken in den kommenden Wochen geplant“ sei.

Die Gematik betont, dass sie für die Korrektheit der Landkarte keine Haftung übernimmt. „Zu beachten ist hierbei, dass die Angaben der Karte nur so genau sind, wie die, der Apotheken selbst.“ Im Apothekenportal müsse explizit angegeben sein, dass das E-Rezept verarbeitet werden kann. Aus der Praxis gibt es tatsächlich vereinzelte Berichte, bei der Kund:innen mit ihrem E-Rezept von einer Apotheke wieder weggeschickt wurde, obwohl sich diese online selbst als „ready“ markiert hatte.

Die Gematik will die Karte einmal wöchentlich aktualisieren. „Apotheken, die noch nicht mit dem E-Rezept arbeiten, sollten Kontakt zu ihren Softwareherstellern aufnehmen und insbesondere die eigenen Mitarbeitenden im Umgang mit dem E-Rezept schulen, um schnell aufzuschließen und das E-Rezept anbieten zu können“, so der Tipp der Gematik.

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