Innovationsaward für E-Rezept-Projekt MORE

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Berlin -

Das kürzlich gestartete E-Rezept-Pilotprojekt „MORE – Mein Online-Rezept“ erhält knapp sechs Wochen nach seinem Start bereits einen Schub: Der Dienst für Gesellschaftspolitik hat es mit einem Award als „herausragende digitale Anwendung im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet.

Die Technologie sei zukunftsweisend und der digitale Prozess der Ausstellung und Einlösung des elektronischen Rezepts intuitiv zu handhaben, begründete die Jury ihre Entscheidung. Neben MORE wurden in anderen Kategorien unter anderem das fachübergreifende Projekt „Telemedizin im ländlichen Raum“ der Techniker Krankenkasse, die leitliniengerechte App „Invirto“ zur häuslichen Therapie für Angst- und Phobiepatienten mittels Virtual Reality von Sympatient und die digitale Plattform „Pflegeplatzmanager“ zur Echtzeit-Übersicht von verfügbaren Pflegekapazitäten ausgezeichnet.

„Durch unseren intensiven Dialog mit der Politik, der bereits im Februar beim deutsch-estnischen Zukunftsforum zu einem interessierten Austausch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geführt hat, wissen wir, dass das Interesse an unserem Projekt groß ist und dass wir gleichzeitig mit dem Projekt Maßstäbe gesetzt haben“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, Frank Dastych, stellvertretend für die Projektpartner. „Auch Krankenkassen und die Gematik bestätigen uns dies. Den zusätzlichen Schwung, den wir nun durch die Auszeichnung erhalten, wollen wir mitnehmen und verstehen dies als Bestätigung, diesen alltäglichen Prozess im Sinne von Patienten, Ärzten, Apothekern und Krankenkassen weiter zu vereinfachen.“

Hinter dem Projekt, das Telemedizin mit der Ausstellung elektronischer Verordnungen verbindet, stehen neben dem Abrechnungs- und Finanzdienstleister Optica, die Technikpartner Womba, Nortal, Indamed und Gevko. Projektpartner sind darüber hinaus die AOK Hessen, die DAK Gesundheit und die Techniker Krankenkasse. Die technische Umsetzung des Projekts, das von der KV Hessen und Optica vor zwei Jahren begonnen wurde, liegt bei Optica. Die Softwarelösung, die für den Prozess der Rezeptabwicklung von der Ausstellung beim Arzt bis zur Abrechnung beim Kostenträger nötig ist, wurde ebenfalls von Optica entwickelt.

Seit Mitte August ist auch Noventi mit an Bord und hat Schnittstellen zu Awinta geöffnet – umgekehrt hatte Optica sich kurz zuvor der Initiative Pro AvO angeschlossen, bei der Noventi ebenfalls engagiert ist. Laut Noventi ist es nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie „ein Mehrwert, wenn Patienten nicht persönlich zum Arzt müssen und E-Rezepte bei der Apotheke vor Ort einlösen können“. Für Noventi-CEO Dr. Hermann Sommer ist entscheidend, dass die voranschreitende Digitalisierung im Sinne der Apotheke vor Ort erfolgt. „Daher sind wir bei allen wichtigen E-Rezept Projekten dabei, auch beim Projekt MORE der KVH.“

 

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