Große Nachfrage: Impfzertifikate treiben Digitalisierung

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Berlin - In der Corona-Pandemie ist die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Stück vorangekommen. Einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge treibt im Gesundheitswesen vor allem der digitale Impfausweis den Wandel voran. 85 Prozent der Befragten wollen einen haben – während die Apotheken gerade nicht können. Auch das E-Rezept wird demnach mit Vorfreude erwartet – auch weil fast ein Viertel der Menschen hofft, dadurch Medikamente leichter online bestellen zu können.

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie setzen immer mehr Menschen in Deutschland auf digitale Gesundheitsangebote. In einer am Mittwoch präsentierten repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sagten drei Viertel der Befragten, mit digitalen Technologien ließen sich solche Krisen besser bewältigen. Vor einem Jahr stimmte mit 53 Prozent nur gut die Hälfte der Befragten dieser Aussage zu.

Auf besonders großes Interesse stößt bei den Menschen in Deutschland das jüngste Digitalprojekt in der Pandemie-Bekämpfung: der digitale Impfnachweis. 42 Prozent der Smartphone-Nutzer haben ihn bereits auf dem eigenen Gerät gespeichert, zwei Prozent auf dem Smartphone einer anderen Person. Weitere 41 Prozent wollen sich den digitalen Nachweis künftig besorgen – 26 Prozent „in jedem Fall“ und 15 Prozent „wahrscheinlich“. Lediglich 12 Prozent geben an, kein Interesse an dem digitalen Nachweis zu haben, obwohl sie ein Smartphone haben.

„Mit der Einführung des digitalen Impfnachweises rechtzeitig vor den Sommerferien hat die Bundesregierung doch noch einen digitalen Sprint hingelegt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Er helfe Reisenden, Restaurantbesuchern oder auch Berufstätigen, in den Alltag zurückzukehren. Der digitale Impfpass stößt auch bei den 21 Prozent der Menschen auf Interesse, die gar kein Smartphone besitzen. Mit 42 Prozent sagte fast die Hälfte davon, sie würde den digitalen Impfpass nutzen, wenn sie ein Smartphone hätte.

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