Wie wirkt sich Vitamin C auf den Zytokinsturm aus?

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Vitamin C rückt bei antiinflammatorischen Therapieansätzen immer wieder in den Fokus – immerhin stärkt es das Immunsystem. Hoch dosiertes Vitamin C entfaltet prooxidative Wirkungen und beeinflusst epigenetische Prozesse. Eine Wirkung hoher Dosen bei Krebserkrankungen wurde bereits diskutiert und zum Teil untersucht. Auch eine Wirkung auf Covid-19 wird vermutet – aktuell laufen mehrere Studien mit dem Wirkstoff.

Zytokinmodulation durch Vitamin C

Vitamin C kann laut einer Fallstudie in die Zytokinmodulation eingreifen. In der Studie wurden 7,5 g Vitamin C intravenös verabreicht. Die Synthese der Zytokine wurde beinflusst. Vitamin C kann aber zahlreiche weitere Einflüsse auf das Immunsystem nehmen: So supprimiert es Zellschädigungen und fördert die allgemeine Immunfunktion. Ascorbinsäure kann auch Proteine und Lipide vor Sauerstoffradikalen schützen. Diese Art der Radikale ensteht bei Infektionen, Erkältungen und Stress. Das Vitamin erhöht die Lebensdauer von Immunzellen und reduziert infektionsbedingte Zellschädigung.

Verhindert Ascorbinsäure die Zytokin-Ausschüttung, so werden Lunge und Gefäße weniger geschädigt. Unter einem Zytokinsturm kann die entstehende Endotheliitis zu einem Multi-Organversagen führen. Für die Therapie solcher Covid-Patienten bedeutet dies, dass neben der Unterdrückung der Virusreplikation vor allem auch eine Stabilisierung des Endothels im Vordergrund stehen müsste. Dieser Zustand könnte durch ausreichend hochdosierte Vitamin-C-Infusionen erzielt werden. Bei geringeren Mengen scheint der Therapieeffekt auszubleiben.

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