Wie gefährlich ist Nano-Silber in Masken?

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BfR rät von Nano-Silber-Masken ab

Doch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist vom Einsatz solcher Masken nicht überzeugt. „Über die Wirkung von Nano-Silber auf Viren ist bisher nur wenig bekannt“, erläutert es in einer Stellungnahme. Für Coronaviren gebe es vereinzelte Studien, die einen moderaten inaktivierenden Effekt zeigen, dieser hänge jedoch auch von der Art der Nanopartikel und deren Applikation ab. Im Hinblick auf die Aufnahme in den Organismus, die Verteilung sowie die mögliche Wirkung auf Zellen und Gewebe könne es Unterschiede zwischen den verschiedenen Silberformen geben. Daher könnten Erkenntnisse, die zu gesundheitlichen Risiken einer bestimmten Form von Silber gewonnen wurden, nicht unmittelbar auf andere Formen übertragen werden.

Die Experten geben außerdem zu bedenken, dass es beim Tragen von Behelfsmasken durch Atemkondensat oder Speichel möglicherweise zu einer Freisetzung von Silberionen kommen kann. Eine abschließende Bewertung der gesundheitlichen Risiken von silberbeschichten Behelfsmasken sei aufgrund fehlender Studien und Daten daher zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Auch längerfristige Risiken wie Auswirkungen auf die Mikroflora der Haut und eine mögliche Resistenzentwicklung bei Bakterien seien bislang nur unzureichend erforscht. Daher rät das BfR zunächst auf den Einsatz von nanoskaligem Silber und nanoskaligen Silberverbindungen in Lebensmitteln und in verbrauchernahen Produkten zu verzichten – solange, bis die Datenlage eine abschließende Bewertung erlaubt und bis wesentliche offene Fragen zur Resistenzausbreitung geklärt sind.

Was ist eigentlich Nanosilber?

Bei Nanosilber handelt es sich um kleinste, elementare Silberpartikel, die kleiner als 100 Nanometer sind. Partikel solcher Art werden bereits bei Wundauflagen und Pflastern, Kosmetika oder Dermatika für Hauterkrankungen oder in spezieller Funktionskleidung eingesetzt. Die Silber-Ionen verbleiben auf der Hautoberfläche: Sie werden nicht resorbiert und bilden einen Ionen-Film auf der Haut. Dieser soll die aus Proteinen aufgebaute Zellstruktur der Bakterien zerstören und deren Stoffwechsel behindern. Dadurch soll die Ausbreitung verhindert und das Keimwachstum gestoppt werden. Nano-Partikel sollen aufgrund ihrer geringen Größe besser wirken als Mikro-Silber-Partikel. Sie sind jedoch so klein, dass sie im Verdacht stehen, vom Körper aufgenommen und resorbiert zu werden. Dabei könnten sie möglicherweise die Zellen und andere Proteinstrukturen schädigen und noch nicht absehbare Folgeschäden verursachen.

 

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