Wegen Coronavirus: Hersteller bangen um Wirkstoffe

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Wann könnte ein Engpass spürbar sein?

„Ein Engpass wird erst Monate zeitversetzt beim Arzt, Apotheker und Patienten spürbar sein, wenn andere Hersteller nicht einspringen“, so der Experte. Wenn bis zum Ausbruch des Virus' und der Quarantäne alles nach Plan lief, befinden sich aktive Substanzen für die Arzneimittelherstellung bereits auf dem Weg nach Europa. Alles, was bereits vor Ausbruch des Virus produziert wurde, sei in der Auslieferung; in der Regel dauere es drei bis vier Wochen, bis die Ware in Europa ankomme. Die Ausgangsstoffe werden demnach für Mitte März erwartet. Aufgrund der ersten Verschiebungen kann sich die Ankunft auf April oder Mai hinauszögern. Anschließend werden die Fertigarzneimittel produziert. Herstellung und Chargenfreigabe werden voraussichtlich im Sommer oder einige Monate später abgeschlossen sein. Dann kommt die Ware in den Markt. Kommt also über einen längeren Zeitraum kein neuer Wirkstoff nach, könnte ein Engpass im Oktober, November eintreten.

Eine Verschiebung der Lieferungen kann jedoch noch ein weiteres Problem nach sich ziehen. Denn mit steigender Nachfrage bei geringem Angebot könnten die Arzneimittelpreise steigen. Wer also bereit ist mehr zu zahlen, wird auch beliefert.

Wuhan ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Hubei, die nach Shanghai den zweitgrößten Hafen am Jangtsekiang besitzt. Die „Provinz der 1000 Seen“ beherbergt nicht nur die Automobil- sowie Stahl- und Metallindustrie. Auch verschiedene Wirkstoffe werden in der Region für den Weltmarkt produziert. Doch in der chinesischen Provinz stehen die Maschinen still, denn Wuhan gilt als Zentrum des Coronavirus. Seit nun mehr als zwei Wochen ist die Region abgeriegelt. Millionen Menschen wurden angehalten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Für Schulen und Universitäten gelten Zwangsferien bis zum 2. März.

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