Südafrikanische Virusvariante

Studie: Reinfektion durch 501Y.V2 möglich

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Bei Laborversuchen mit Blut von genesenen Covid-19-Patienten stellten sie fest, dass die darin enthaltenen Abwehrstoffe eine Infektion von Zellen mit der südafrikanischen Virusvariante in vielen Fällen nicht verhindern konnten. Dieses Ergebnis deute auf eine erhöhte Gefahr einer Reinfektion hin, schreiben die Wissenschaftler.

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, weist darauf hin, dass die südafrikanischen Virologen nicht das Blut von Geimpften untersucht haben: „Nach einer Impfung sind deutlich mehr Antikörper im Blut, als es bei den meisten der ehemaligen Covid-19-Patienten der Fall war.“ Erst eine Untersuchung an Blut von geimpften Patienten könne Klarheit bringen, ob ein Impfstoff an die neue Variante angepasst werden müsse oder nicht.

Christian Drosten von der Berliner Charité betonte kürzlich zudem die Bedeutung der T-Zellen in der Immunantwort des Körpers. „Wenn ein Virus an irgendeiner Stelle eine Mutation hat, ändert das nichts an der T-Zell-Immunität. Insofern glaube ich nicht, dass wir mit einem Ausfall der Impfstoffe rechnen müssen“, sagte er am Freitag in einem Gespräch mit dem Magazin „Der Spiegel“. Eine Variante, die genesene Covid-19-Patienten erneut infizieren könne, habe wahrscheinlich keinen Vorteil in einer nicht immunen Bevölkerung wie in Deutschland.

Anders bewertet Impfstoff-Forscher Torben Schiffner von der Universität Leipzig die südafrikanische Studie. „Diese Daten sind deutlich schlechter, als ich erwartet hatte, und deuten darauf hin, dass die Impfstoffe vermutlich früher oder später angepasst werden müssen“, sagte er am Mittwoch in einem Gespräch mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

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