Spahn: 5€ für Botendienst und 250€ Sonderhonorar

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„Die vorübergehende Einführung vergüteter Botendienste für die Apotheken sowie die Einführung eines einmaligen Zuschlages tragen ebenfalls zur Minimierung des Infektionsrisikos durch reduzierte Apothekenkontakte bei“, so die Verordnung weiter. Des Weiteren werden laut Verordnung die Vorschriften zum Entlassmanagement der Krankenhäuser im Hinblick auf die Verordnung von Arzneimitteln erweitert, um auch insoweit Arzt- und Apothekenkontakte zu vermeiden. Um gezielt regionale Abweichungsmöglichkeiten von den bestehenden apothekenrechtlichen Vorschriften zuzulassen, wird in diesem Bereich die Möglichkeit des Abweichens durch die zuständigen Behörden geschaffen. Damit soll eine ausreichende Arzneimittelversorgung weiterhin sichergestellt werden.

Der Verordnungstext definiert Ausnahmen von der Arzneimittelpreisverordnung:

  • Apotheken können danach bei der Abgabe von Arzneimitteln im Wege des Botendienstes je Lieferort einen Zuschlag von einmalig 5 Euro erheben.
  • Apotheken können zudem „einmalig einen Betrag zur Förderung von Botendiensten in Höhe von 250 Euro zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erheben“. Das Nähere über die Aufbringung und Verteilung sollen der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband aushandeln.
  • „Bei der Abgabe von Teilmengen aus einer Arzneimittelpackung können Apotheken bei der ersten Abgabe die in § 3 Absatz 1 Satz 1 genannten Zuschläge erheben. Bei der Abgabe weiterer Teilmengen aus derselben Packung können Apotheken abweichend von den Zuschlägen in § 3 Absatz 1 Satz 1 jeweils nur einen Zuschlag von 8,35 Euro erheben.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

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