Privatärzte: Impfen erst nach Authentifizierung

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Die Apotheke wird angehalten, diese schriftliche Bestätigung zu kontrollieren. Ob eine Dokumentation dieser Kontrolle erfolgen muss, ist aktuell nicht geklärt. Gleichzeitig werden die Privatärzt:innen angehalten, sich auf einer speziellen Internetseite zur Impfkampagne der Privatärzt:innen zu authentifizieren. „Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) benötigt eine ungefähre Abschätzung über den Bedarf an Impfstoff der am Impfprogramm teilnehmenden Privatärzte. Hierfür haben wir zusammen mit dem PVS-Verband folgende Landingpage erstellt.“

Die Privatärzt:innen müssen die gleichen Daten wie die Vertragsärzte übermitteln. Diese benötigt das Robert Koch-Institut (RKI) für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens. Dazu gehören: das Datum der Impfung, die Postleitzahl, das Alter des Impflings (über oder unter 60 Jahren), der verwendete Impfstoff und ob es sich um eine Erst- oder Zweitimpfung handelt. Zusätzlich dazu muss die durch die Authentifizierung zugewiesene Nummer angegeben werden.

Die Landesärztekammern können aktuell nur schwer abschätzen, wie groß die Impfbeteiligung sein wird. Es wird mit rund 5000 Ärzt:innen gerechnet. Ein Problem, weshalb die Privatpraxen so spät mit eingebunden wurden, sei unter anderem gewesen, dass die Privatärzt:innen für die Abrechnung nicht zentral gemeldet seien, erklärt ein Verbandssprecher. Das BMG hatte die Belieferung privatärztlicher Praxen mit Corona-Impfstoffen durch Apotheken kurz vor Start der Impfkampagne Anfang April überraschend gestoppt. Nach „langen und schwierigen Verhandlungen“ sind dem Verband zufolge jetzt die Weichen gestellt, sodass interessierte Ärzt:innen sich über ein eigens eingerichtetes Portal für das Verfahren voranmelden können.

 

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