Kurzes Leben: Spahn streicht Wiederholungsrezepte

, Uhr

Die Wiederholungsrezepte können ein Jahr nach Ausstellungsdatum beliefert und zulasten der Kasse abgerechnet werden. Der Arzt legt die Gültigkeitsdauer fest; tut er dies nicht, ist die Verordnung drei Monate gültig. Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, nämlich dann, wenn keine weitere Abgabe auf Grundlage des Rezeptes mehr möglich ist.

Genau hier lag das Problem. Die Abrechnung der Teilabgaben war noch immer ungeklärt. Fest steht, ein Arzneimittel kann nur auf Grundlage der Originalverordnung zulasten der Kasse abgerechnet werden. Dazu ist allerdings deren Einreichung erforderlich – Kopien sind nicht zulässig. „Eine Abrechnung auf Basis von Kopien ist nicht vorgesehen“, so der DAV zum Wiederholungsrezept. Eine Lösung dafür konnte bislang in den Gesprächen zwischen dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem DAV nicht gefunden werden.

Laut DAV hat sich auch der GKV-Spitzenverband für eine Verordnung auf bis zu vier getrennten Arzneiverordnungsblättern stark gemacht. „Diese Lösung trägt die KBV bisher nicht mit. Die Abrechnung auf Basis von Kopien lehnt der GKV-Spitzenverband ab“, so der DAV. Das Fazit: „Der DAV rät derzeit davon ab, Wiederholungsrezepte zu beliefern, da der Abrechnungsprozess ungeklärt ist. Der DAV unterrichtet seine Landesapothekerverbände, sofern und sobald es in den Gesprächen neue Entwicklungen gibt.“ Jetzt haben die Beteiligten Zeit gewonnen, die offenen Fragen zu klären.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
„Wie kommen Sie auf diese Idee?“
Abgaberegeln: Overwiening kontert Kassenvertreterin »
Apothekerin zieht notfalls vor Gericht
Aufsicht verbietet Abgabeterminal »
Mehr aus Ressort
800 Blanko-Pässe sichergestellt
Polizei hebt Impfpass-Fälscherwerkstatt aus »
Tocilizumab bei schweren Verläufen
EMA-Ausschuss empfiehlt RoActemra bei Covid-19 »
Weiteres
Kriedel: „Er tritt die Motivationsbremse noch weiter durch“
Ärzte rechnen mit Spahn ab: „Grenze des Machbaren weit überschritten“»
„Versuchskaninchen im Gesundheitswesen“
E-Rezept: Ärzte wollen Einführung mit Petition stoppen»
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»
Aktienrückkauf abgeschlossen
Roche und Novartis trennen sich»
Homöopathika-Hersteller zeigt Flagge
DHU wirbt für Covid-19-Impfung»