Kühllager und Impfzentren: Länder planen Corona-Impfung

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In Thüringen arbeiten Land und Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen an einem Konzept für die Einrichtung von Impfpraxen und deren Ausstattung, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagt. Ziel sei es, in jedem der 23 Landkreise und kreisfreien Städte solche Anlaufstellen für die Impfung einzurichten. Auch zusätzliche mobile Impfteams für den Einsatz etwa in Pflegeheimen sollen Werner zufolge gebildet werden. Einem Sprecher der KV Thüringen zufolge soll das Impfkonzept bis zum Monatsende weitgehend stehen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich für große Impfzentren ausgesprochen. In Thüringen zeichnet sich ab, dass eher mehrere, regional verteilte Arztpraxen die Corona-Impfung übernehmen sollen. Vorbild für die Impfpraxen könnten die im Zuge der Pandemie errichteten Abstrichstellen für Corona-Tests sein, die in Regie von KV, Krankenhäusern und Kommunen in Thüringen seit März flächendeckend eingerichtet worden sind. „Das funktioniert und das kann man sich auch beim Impfen vorstellen“, so Werner. Was die Anschaffung von Impfutensilien wie Spritzen und Kanülen angeht, so hat Thüringen laut Werner ausreichend bestellt. Für die Einlagerung von Impfstoff seien zwei zentrale Tiefkühllager festgelegt worden.

Derzeit wird in Deutschland und anderen Ländern mit Hochdruck an Corona-Impfstoffen geforscht. Noch ist nicht klar, wann sie auf den Markt kommen. Werner hofft darauf, dass ein erster Impfstoff möglichst Anfang 2021 verfügbar ist. „Wir werden ihn dann aber zunächst nur in einem begrenzten Umfang zur Verfügung haben.“ Das bedeute, dass nicht gleich alle Impfwilligen geimpft werden könnten. Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut (RKI) sei für die Erarbeitung einer Rangfolge, welche Personengruppen zuerst an die Reihe kommen sollen, zuständig. „Wir als Land sind uns einig: Diese Priorisierung der Stiko werden wir genauso übernehmen“, betonte Werner.

 

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