Keine Briefe, keine Praxen: Ansturm auf Apotheken

, Uhr aktualisiert am 10.06.2021 16:27 Uhr

Länger dauern wird es hingegen auch in Bayern. Zwar ist der Freistaat nach Angaben seines Gesundheitsministers grundsätzlich bereit für die Einführung des digitalen Impfzertifikats – aber eben nur grundsätzlich. Die bayerische Landesregierung setzt dabei mit dem Portal BayIMCO, über das auch Termine in Impfzentren vergeben wurden, auf eine eigene Lösung. Hat man dort bereits einen Account, kann man sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums nach dem Einloggen einen QR-Code herunterladen. „Damit das unkompliziert möglich ist, sollte nach der Zweitimpfung im Impfzentrum der Account nicht gelöscht werden“, so ein Sprecher. Allerdings soll die entsprechende Programmierung für die Funktion „voraussichtlich noch im Juni abgeschlossen sein“ – wird also in den kommenden Wochen noch nicht verfügbar sein.

Hat man keinen BayIMCO-Account, aber die Impfdaten sind elektronisch vorhanden, sollen Geimpfte künftig über eine „Schwester-Webseite“ von BayIMCO ihre elektronische Impfbestätigung anfordern und dann per verschlüsselter E-Mail oder Post einen entsprechenden QR-Code erhalten können. Auch hier gilt: „Diese Webseite wird aktuell noch erstellt.“ Gibt es weder Account, noch gespeicherte Impfdaten, wird es schwieriger – sowohl für die Geimpften als auch die Zentren.

Dann müssen die Geimpften sich nämlich telefonisch an das Call-Center in ihrem Impfzentrum wenden. Das soll dann wiederum einen elektronischen Nachweis erstellen und per verschlüsselter E-Mail oder per Post zustellen. Sowohl die telefonische Anforderung als auch die „Schwester-Webseite“ lassen jedoch noch eine Weile auf sich warten. Die technischen Voraussetzungen „sollen bis spätestens Mitte Juli abgeschlossen sein“, so der Ministeriumssprecher. „Wir bitten daher, zunächst von Anfragen bei den Impfzentren abzusehen.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Warum die Feurig-Apotheke?
Auswahl der „E-Rezept-Apotheke“»
Pilotprojekt startet als Kleinstprojekt
E-Rezept startet in EINER Apotheke»