Vakzine gegen Sars-CoV-2

Janssen: USA bestellen 100 Millionen Impfstoff-Dosen APOTHEKE ADHOC, 08.08.2020 08:23 Uhr

In Phase I/II-a-Studien werden die Sicherheit, die Verträglichkeit und die Immunogenität bei rund 1000 gesunden Erwachsenen untersucht. Alle Teilnehmer sind zwischen 18 und 55 Jahre alt. Zusätzlich dazu wird der Impfstoff auch an Menschen über 65 Jahren untersucht. In den ersten Studien am Menschen werden beide Impfregime getestet. Weitere Phase-II-Studien sind in Deutschland, den Niederlanden und Spanien geplant. In Japan soll eine Phase I/II-a-Studie starten. Wenn alles glatt läuft, soll eine klinische Phase-III-Studie mit dem Einzeldosis-Regime bereits im September beginnen. In die Phase-II-Studien sollen insbesondere Risikogruppen mit einbezogen werden. Für Amerika wären dies vor allem dunkelhäutige und hispanische Menschen sowie Personen über 65 Jahren. Der künftige Impfstoff soll nach der Zulassung durch die Behörden weltweit zur Verfügung gestellt werden. Ziel sei es, im Laufe des Jahres 2021 weltweit mehr als eine Milliarde Dosen eines sicheren und wirksamen Impfstoffs gegen Covid-19 bereitzustellen.

Das Geschäft mit den Impfstoffkandidaten

Der Deal zwischen Janssen und den USA ist nicht der erste im Bereich der Corona-Impfstoffe: Auch Sanofi und GlaxoSmithKline haben nach eigenen Angaben bereits im Juli mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs abgeschlossen. Die US-Regierung werde bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Mrd Euro) bereitstellen und davon mehr als die Hälfte für die Entwicklung und klinische Tests des Impfstoff-Kandidaten, wie die französische Sanofi und ihr britischer Wettbewerber Glaxosmithkline am Freitag mitteilten.

Der Rest des Geldes soll für den Ausbau der Produktionsmöglichkeiten genutzt werden, um anfänglich 100 Millionen Impfdosen liefern zu können. Sanofi werde den Großteil des Geldes erhalten. Die US-Regierung hat zudem die Option, längerfristig weitere 500 Millionen Impfdosen zu erwerben. Die britische Regierung hatte bereits am Mittwoch 60 Millionen Dosen eines möglichen Covid-19-Impfstoffs von GlaxoSmithKline (GSK) und Sanofi geordert. Finanzielle Details zu dem Vertrag wurden nicht mitgeteilt. Es ist bereits der vierte Covid19-Impfstoffvertrag seit Mai, den die britische Regierung geschlossen hat.

In der vergangenen Woche teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit, dass die EU-Kommission 300 Millionen Dosen eines künftigen Covid19-Impfstoffs von Sanofi und GlaxosSmith Kline (GSK) kaufen will. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien bereits abgeschlossen worden. eplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten der Unternehmen übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen. Sanofi und GSK wollen für ihren Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen.

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