Vektor-Impfstoff zeigt Wirkung

Janssen sieht Auslieferung für Anfang 2021 Alexandra Negt, 01.08.2020 08:19 Uhr

Der Vektorimpfstoff basiert auf der gleichen Technologie wie der bereits zugelassene Ebola-Impfstoff. Mit dieser Vakzine wurden mittlerweile mehr als 80.000 Menschen geimpft, informiert Janssen. Der Ebola-Impfstoff wurde Anfang Juli zugelassen. Das Impfregime bestehend aus zwei Einzeldosen wurde nach positiver Empfehlung im beschleunigten Verfahren durch die EMA zugelassen. Die erste Dosis des Impfregimes beinhaltet Ad26.ZEBOV, das auf der Janssen eigenen AdVac-Vektortechnologie beruht. Die zweite Dosis (MVA-BN-Filo) basiert auf der MVA-BN-Technologie von Bavarian Nordic und wird etwa acht Wochen später verabreicht. Dem Corona-Impfstoff liegt laut Unternehmen dieselbe Technologie zugrunde.

Auch Risikogruppen sollen in Phase-III einbezogen werden

Das umfassende Studienprogramm wird in parallelen Studien sowohl als Ein- als auch Zwei-Dosis-Impfregime von Ad26.COV2.S untersucht. In Phase I/II-a-Studien werden die Sicherheit, die Verträglichkeit und die Immunogenität bei rund 1000 gesunden Erwachsenen untersucht. Alle Teilnehmer sind zwischen 18 und 55 Jahre alt. Zusätzlich dazu wird der Impfstoff auch an Menschen über 65 Jahren untersucht. In den ersten Studien am Menschen werden beide Impfregime getestet. Weitere Phase-II-Studien sind in Deutschland, den Niederlanden und Spanien geplant. In Japan soll eine Phase I/II-a-Studie starten. Wenn alles glatt läuft, soll eine klinische Phase-III-Studie mit dem Einzeldosis-Regime bereits im September beginnen. In die Phase-II-Studien sollen insbesondere Risikogruppen mit einbezogen werden. Für Amerika wären dies vor allem dunkelhäutige und hispanische Menschen sowie Personen über 65 Jahren.

Forschung auf Hochtouren

Noch nie wurde weltweit mit solchem Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs geforscht. Unternehmen und Forschungsinstitute werfen gerade alles in den Ring, was sie an Personal und Ressourcen haben. Laut dem Pharmaverband VfA sind bereits mindestens 171 Impfstoffprojekte quer über den Globus angelaufen, die WHO zählt derzeit 164. Die Spanne reicht dabei von Biotech-Startups aus Baden-Württemberg über globale Pharmakonzerne aus den USA bis zu staatlichen Forschungseinrichtungen in China. „Bis vor wenigen Jahren hätte man von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffs 15 bis 20 Jahre angesetzt“, sagt der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VfA). Diese Zeit kann und will sich bei Sars-CoV-2 niemand nehmen.

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