Impfung für Ärzte & Co.: Kliniken sollen Zentren entlasten

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Die Lagerung und Aufbereitung des mRNA-Impfstoffes könnte dann in den Krankenhausapotheken erfolgen. Diese verfügen in den allermeisten Fällen über Reinräume und entsprechend geschultes Personal. „Der Impfstoff ist nach dem Auftauen fünf bis sechs Tage bei Kühlschranktemperatur stabil. Nach dem Verdünnen ergibt sich ein Zeitfenster von bis zu sechs Stunden, bis die Dosis verimpft sein muss“, so Grimm-Benne. Die logistische Umsetzung in der Klinik wäre somit ohne größeren Aufwand möglich. Die ersten Impfdosen werden in Mehrdosenbehältnissen auf den Markt kommen, auch deshalb ist die aseptische Auseinzelung wichtig. Diese Aufgabe könnte von den Reinraummitarbeitern übernommen werden.

Für die Aufbereitung des Impfstoffs in den Zentren nannte die Gesundheitsministerin Arzthelferinnen als mögliche Berufsgruppe – anders als in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg setzt man in Sachsen-Anhalt nicht auf die Fachkenntnisse der PTA. Die Resonanz der Arzthelferinnen sei durchaus positiv: „Nicht nur zahlreiche Ärzte haben sich bei uns schon bezüglich einer möglichen Unterstützung gemeldet, auch die Arzthelferinnen sind engagiert.“

Mit den 130.000 Impfdosen können entsprechend viele Bürger geimpft werden, betont Grimm-Benne: Für die zweite Impfdosis seien 21 Tage später bereits neue Impfdosen verfügbar. Zu den Impfkapazitäten sagte sie, dass aktuell vorgesehen sei, zwölf Personen pro Stunde pro Team im Impfzentrum zu impfen. Die Terminvergabe soll über die Nummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes erfolgen. Unter der 116 117 sollen Patienten telefonisch einen Termin vereinbaren können. Ab dem 15. Dezember soll eine entsprechende Callcenter-Weiterleitung geschaltet werden.

 

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