Impfräume: Anmelde- und Wartebereich nötig

, Uhr aktualisiert am 14.01.2022 14:08 Uhr

In Thüringen betont die Kammer, dass zwar der Verordnungstext zur Eignung der Räume keine konkreten Aussagen macht. Allerdings liefere die Begründung der Verordnung einige Hinweise: „Die Impfung sollte in einem Raum durchgeführt werden, der die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten schützt und die Möglichkeit zur Durchführung von Maßnahmen bei Sofortreaktionen einschließlich einer entsprechenden Ausstattung bietet. Dazu kann insbesondere auch eine Liege gehören. Erforderliche Hygienestandards sind einzuhalten“, sagt eine Sprecherin.

Thüringen betont direkten Zugang

Darüber hinaus gelte für Räume der Apotheke apothekenrechtlich gesehen bis auf benannte Ausnahmen die sogenannte Raumeinheit. Für öffentlich zugängliche Räume seien keine Ausnahmen benannt. „Das gilt dann grundsätzlich auch für einen für die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 genutzten Raum – der für den Publikumsverkehr direkt zugänglich sein muss.“ Grundsätzlich seien Abweichungen von der Raumeinheit denkbar. Zuständig sei letztlich das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz.

In Schleswig-Holstein wartet die Kammer auf Rückmeldung der Aufsicht: „Hierzu wird seitens des Landesamtes gerade ein Papier erarbeitet“, heißt es aus Kiel. In Bremen verweist man an die Bundesapothekerkammer: „Die Regelungen erfolgen ja bundeseinheitlich. Ich denke, dass die Bundesapothekerkammer hierzu am besten Auskunft erteilen kann. Uns sind bis dato noch nicht alle Detailfragen dazu bekannt, wir rechnen im Laufe der Woche damit“, sagt eine Kammersprecherin.

Rheinland-Pfalz: Impfen in der Offizin

In Rheinland-Pfalz geht die Kammer von „von Impfungen in Apotheken aus“, so Geschäftsführer Dr. Tilman Scheinert. Denn in der CoronaImpfV sei von der öffentlichen Apotheken als Leistungserbringer die Rede. Zudem erwartet er, dass der gewöhnliche Bestellprozess beibehalten wird: „Die Bestellungen werden über den üblichen Großhandel laufen, wie bei sonstigen Arzneimitteln und Impfstoffen auch“, sagt. Auch in Baden-Württemberg verweist man an den Großhandel: Das Land sei anders als beim Bezug der Ware für die Impfzentren nicht zuständig, so die Ministeriumsprecherin.

Impfen gegen Covid-19: Was kann die Kenntnis-Schulung? Im kommenden APOTHEKE ADHOC Webinar am Montag, den 17. Januar um 20.00 Uhr, werden diese Fragen beantwortet. Hier für die kostenfreie Teilnahme registrieren.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Mit 95 Prozent zum Parteichef gewählt
Merz neuer CDU-Vorsitzender »
RKI meldet 135.461 Corona-Neuinfektionen
Inzidenz von 497 auf 773 in einer Woche »
Mehr aus Ressort
Abgeordnete aus Ampel-Fraktionen
Erste Initiative für Impfpflicht ab 18 »
Weiteres
Mit 95 Prozent zum Parteichef gewählt
Merz neuer CDU-Vorsitzender»
Krankenhausgesellschaft schlägt Alarm
Kliniken: Impfpflicht kostet tausende Betten»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Fiese Abwerbe-Masche»
„Bestellrückgänge und Stornierungen“
Zu früh aufgetaute Impfstoffe: BMG erklärt Lieferprobleme»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»