Das sind die Totvolumen-freien Spritzen

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Spritzen ohne Totvolumen

Spritzen ohne Totvolumen sind für all die Injektionen wichtig, bei denen ein geringes Volumen relativ genau verabreicht werden soll. Die Zero-Residual-Spritzen wurden ursprünglich für intravitreale Injektionen konzipiert. Wirkstoffe wie Ranibizumab, Aflibercept oder Bevacizumab werden in kleinsten Volumina à 0,05 ml in den Glaskörper injiziert. Da neben Fertigspritzen auch Durchstechflaschen am Markt sind, wollte das Unternehmen passende Spritzen für die intravitreale Injektion auf den Markt bringen.

Nur für Biontech eine Option

Beim Thema Volumen wird auch klar, weshalb die Diskussion sich hierbei nur um den Biontech-Impfstoff dreht: Das Gesamtvolumen der Spritzen beträgt 0,3 ml – exakt das geforderte Volumen einer Einzeldosis Comirnaty. Moderna und AstraZeneca müssen à 0,5 ml verimpft werden – die Zero-Residual-Spritze ist für den mRNA-Impfstoff aus den USA und den Vektorimpfstoff aus Schweden nicht geeignet.

Das Besondere: Anders als bei Insulinspritzen handelt es sich bei der Zero Residual um ein zweiteiliges System. Die Kanüle kann im Nachinhein aufgesetzt werden. Die Spritze ist kompatibel mit 30, 31 und 33 G Kanülen. Für die intramuskuläre Injektion der Impfstoffe wird eine Kanüle mindestens der Größe 25 G empfohlen. In der aktuellen Fachinformation zu Comirnaty heißt es: „Nach dem Verdünnen enthalten die Durchstechflaschen von Comirnaty sechs Dosen von je 0,3 ml des Impfstoffs. Um sechs Dosen aus einer einzelnen Durchstechflasche zu entnehmen, sollten Spritzen und/oder Nadeln mit geringem Totvolumen verwendet werden. Die Kombination aus Spritze und Nadel mit geringem Totvolumen sollte ein Totvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben. Wenn Standardspritzen und -nadeln verwendet werden, reicht das Volumen möglicherweise nicht aus, um eine sechste Dosis aus einer einzelnen Durchstechflasche zu entnehmen.“

 

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