Das sind die Totvolumen-freien Spritzen

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Spritzen ohne Totvolumen

„Es bleibt dabei: Sofern aus einem Biontech-Vial sieben vollständige Einzeldosen (0,3 ml) entnommen werden können, bestehen keine Bedenken, damit eine weitere Person zu impfen“, so der einleitende Satz der Stellungnahme des MAGS zum Thema Zero-Residual-Spritzen. Weiter heißt es: „Gemäß Erlasslage beschafft das Land das für die Verimpfung erforderliche und geeignete Impfzubehör (Spritzen, Kanülen, 0,9-prozentige Kochsalzlösung). Die vom Land beschafften Spritzen sind nachweislich für die Verimpfung des Biontech Impfstoffes geeignet und erfüllen die medizinprodukterechtlichen Anforderungen.“

Zero-Residual-Spritzen keine Bedingung für siebte Dosis

Für die niederländischen Spritzen gelte das nicht so ohne Weiteres: „Die Entnahme einer siebten Impfdosis hängt ausdrücklich nicht mit den Spritzen beziehungsweise Kanülen zusammen, sondern ist abhängig von mehreren Faktoren, unter anderem den Erfahrungswerten der Pharmazeuten und dem Grad der Überfüllung. Die sogenannten Zero-Residual-Spritzen sind somit keine Bedingung für die Entnahme der siebten Dosis.“ Laut MAGS verfügen auch die vom Land beschafften Spritzen laut Hersteller über kein Totraumvolumen. In der Praxis zeigt sich ein anderes Bild. Zwar sind die Spritzen, früher auch bekannt als Tuberkulin-Spritzen, Totvolumen-sparend, ganz ohne Rest kommen sie dennoch nicht aus. Das MAGS informiert, es lägen keine Informationen zu den „vom rheinisch-bergischen Kreis beschafften sogenannten Zero-Residual-Spritzen vor, dass diese für die Verimpfung des Biontech Impfstoffes tatsächlich geeignet sind und diese die medizinprodukterechtlichen Anforderungen für das Inverkehrbringen erfüllen.“

Der Kreis hätte entgegen der Erlasslage Zero-Residual-Spritzen beschafft und im dortigen impfzentrum eingesetzt. Für die neuen Spritzen sei zunächst eine fachliche Prüfung und Autorisierung durch das Ministerium erforderlich. „Der Einsatz ist daher solange auszusetzen, bis die Frage der Eignung abschließend geklärt ist.“

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