Wettlauf gegen die Coronapandemie

Covid-19: Das sind die aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten Alexandra Negt, Tobias Lau, 29.07.2020 10:37 Uhr

Kooperationen

Pfizer und Biontech/ Fosun Pharma

Pfizer und Biontech haben in den USA bereits die Genehmigung für eine beschleunigte Zulassung für ihren Impfstoffkandidaten BNT162 erhalten. Bei der Vakzine handelt es sich um einen mRNA-Impfstoff. Der Vorteil dieser neuen Art der Impfstoffe: Sie können schnell und kosteneffizient produziert werden. Die Phase-II/III-Studie der beiden Unternehmen hat am 27. Juli in den USA begonnen. Später soll die Studie auf Argentinien und Deutschland ausgedehnt werden. Nach Informationen von APOTHEKE ADHOC versuchen beide Unternehmen, bereits im Oktober die Marktreife erreicht zu haben. Fosun Pharma hatte im März vom deutschen Unternehmen Biontech die Lizenz zur exklusiven Entwicklung und Vermarktung der von Biontech entwickelten mRNA-Impfstoffe für den chinesischen Markt erhalten. Produktionsstätten befinden sich in Mainz, Idar -Oberstein, Puurs (Belgien), Kalamazoo (Michigan, USA), Andover (Massachusetts, USA) und Chesterfield (Missouri, USA). Die Entwicklung wird unter anderem durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen gefördert.

AstraZeneca und Universität Oxford

Eine weitere vielversprechende Kooperation besteht zwischen dem Pharmariesen AstraZeneca und der Oxford University in Großbritannien. Gemeinsam entwickeln sie einen bereits in der Phase-III befindlichen Impfstoff, der aktuell noch den sperrigen Namen ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) trägt. Der Vektor-Impfstoff auf Basis eines Adenovirus wird seit Ende Juni in Brasilien am Menschen erprobt. Die Produktion soll durch AstraZeneca und weitere Biotechunternehmen erfolgen, darunter das Serum Institute of India, Halix, PallLife Science, Cobra Biologics, Oxford Biomedica, SK Bioscience aus Südkorea und R-Pharm aus Russland. Für die Zukunft ist auch eine Herstellung im britischen Vaccines Manufacturing and Innovations Centre (VMIC) geplant.Gefördert wird die Entwicklung unter anderem durch CEPI und BARDA und das UK National Institute for Health Research.

GlaxoSmithKline und Sanofi

Sanofi und GSK gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt. Für eine schnellere Entwicklung haben sich die beiden Pharmariesen bereits im April zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuert Sanofi das S-Protein „Covid-19-Antigen“ bei, das auf einer rekombinanten DNA-Technologie basiert. Diese Technologie hat eine genaue genetische Übereinstimmung mit Proteinen auf der Oberfläche von Sars-CoV-2 erzielt. GSK hingegen wird die Pandemie-Adjuvans-Technologie mit einbringen. Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die pro Dosis erforderliche Menge an Impfstoffprotein reduzieren werden. Dennoch sind die Fortschritte der Kooperation langsamer als bei der Konkurrenz. Der Beginn der Phase-I/II-Studie wird im September erwartet. Darauf soll bis Ende 2020 die Phase-III-Studie folgen. Die Konzerne rechnen mit einer schnellen Zulassung, insofern die Daten überzeugen. Dafür haben beide Unternehmen am 29. Juli bereits einen Vertrag mit der britischen Regierung unterzeichnet: Beide Unternehmen werden demnach 60 Millionen Impfdosen ins Vereinigte Königreich liefern. Hierfür soll die Herstellung des Antigens und des Adjuvans erhöht werden, sodass insgesamt bis zu eine Milliarde Dosen pro Jahr möglich sind. Doch GSK kooperiert nicht nur mit Sanofi.

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