Wettlauf gegen die Coronapandemie

Covid-19: Das sind die aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten Alexandra Negt, Tobias Lau, 29.07.2020 10:37 Uhr

Biotech-Unternehmen

Moderna

Das US-Biotech-Unternehmen hat in den vergangenen Wochen viel gute Presse gehabt: Seinem mRNA-basierten Impfstoff geben die Experten gute Chancen, der erste einsatzfähige zu sein. Er trägt den vorläufigen Namen mRNA-1273 und wird seit dem 27. Juli in einer Phase-III-Studie in den USA erprobt. Die Produktion soll durch  Lonza an den Standorten in Portsmouth, New Hampshire und in Visp (Schweiz) erfolgen, die Abfüllung bei  Catalent in Amerika. Moderna hat den Vorteil, von einem breiten öffentlich-privaten Bündnis gefördert zu werden: So wird die Entwicklung von der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) unterstützt, einer weltweiten Allianz in öffentlich-privater Partnerschaft zwischen Regierungen, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der EU-Kommission, verschiedenen Forschungseinrichtungen, der Impfstoff-Industrie und privater Geldgeber. Auch die dem US-Gesundheitsministerium nachgeordnete Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) unterstützt Moderna bei der Entwicklung.

Curevac

Der mRNA-basierte Impfstoff, der aktuell den Namen CVnCOV trägt, gilt als der vielversprechendste Hoffnungsträger hierzulande. Die Phase-I-Studie läuft derzeit in Deutschland und Belgien, die Produktion findet in der eigenen Anlage in Tübingen statt. Unterstützung kommt dabei von eher unerwarteter Seite: Tesla-Chef Elon Musk hat angekündigt, mobile Produktionsanlagen für Curevac bauen zu wollen – „RNA-Minifabriken“, wie er es ausdrückte. Curevac wird ebenfalls durch CEPI gefördert, darüber hinaus durch die EU-Kommission und über die KfW-Bank auch durch die Bundesregierung. Vor wenigen Tagen beteilige sich GSK mit umgerechnet 150 Millionen Euro an Curevac, was einem knapp zehnprozentigen Anteil an dem Tübinger Biotech-Unternehmen entspricht. Gemeinsam soll an mRNA-Technologie und Antikörpern gegen Infektionskrankheiten geforscht werden, wie die beiden Unternehmen in London und Tübingen mitteilten. Curevacs bestehende klinische CureVac-Entwicklungsprogramme zu mRNA-Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 seien aber nicht Teil der Kooperation.

Sinovac

Der Impfstoffkandidat des chinesischen Biotech-Unternehmens Sinovac trägt den Namen CoronaVac. Die Vakzine besteht aus einem inaktivierten Virus. Sinovac startete am 21. Juli mit einer klinischen Phase-III seines Impfstoffkandidaten in Brasilien, die in Partnerschaft mit dem Instituto Butantan durchgeführt wird. Es ist bereits die dritte Phase-III-Studie, die in Brasilien zugelasen wurde. Eine weitere Phase III-Studie in Bangladesh ab August ist bereits genehmigt. Die Arbeiten zur Entwicklung eines Impfstoffes begannen im Januar in Zusammenarbeit mit weiteren akademischen Forschungsinstituten in China. Im April erhielt Sinovac die Genehmigung zur Durchführung der Phase-I/II-Studien. Die Phase-I-Studie schließt 144 gesunde Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren ein. An Menschen wird seit Mitte April getestet.

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