Coronavirus: RKI stuft Risiko hoch

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Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) Berlin sollten Patienten mit Erkältungssymptomen jeder Schwere (mit oder ohne Fieber), die keine begründeten Verdachtsfälle sind, den telefonischen Kontakt zu den Praxen suchen – und unbedingt von einem direkten Besuch in den Praxen Abstand zu nehmen. „Die Berliner Praxen sind von ihrer Kapazität her nicht in der Lage, jeden Schnupfen und jeden Husten zu behandeln und bei mutmaßlichen Verdachtsmomenten abzuklären, ob es sich um eine Infektion mit dem Corona-Virus handelt oder nicht“, so Dr. Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Selbstverständlich würden die niedergelassenen Ärzte in Berlin die aktuelle Situation mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften unterstützen, doch dabei seien sie auf die Mithilfe der Bürger angewiesen.

„Jeder Arzt entscheidet individuell, ob er die anrufenden Patienten testen wird und wann er die Patienten in seine Praxis bittet“, so Ruppert. Sinnvoll seien Randzeiten der Sprechstunden und eine Behandlung in einem separaten Raum. Hier gehe der Schutz der anderen Patienten, aber auch der behandelnden Ärzte und des Praxispersonals vor. Umso wichtiger sei es, dass ausreichend Schutzausrüstung in den Praxen vorhanden sei – dies sei derzeit aber nicht der Fall.

Auch weiterhin gilt folgende Vorgehensweise:

  • Es sollten alle Personen eine Abklärung vornehmen lassen, die entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem der vom RKI genannten Risikogebiete gewesen sind und Symptome (laut RKI-Definition; von leichter Erkältung bis Lungenentzündung) aufweisen.
  • Treffen diese Kriterien zu, sollten diese Personen zu Hause bleiben und zeitnah die Hotline des Senats kontaktieren.
  • Die Hotline 030-90282828, die von der Senatsverwaltung eingerichtet wurde, ist weiterhin aktiv und täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.
  • Außerhalb der Sprechzeiten der Hotline kann die 116117, die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes, kontaktiert werden. Hier wird aktuell ein sehr hohes Anrufer-Aufkommen verzeichnet, deshalb sollten nur Patienten mit Beschwerden anrufen.
  • Personen mit respiratorischen Symptomen jeder Schwere (mit oder ohne Fieber), die sich in Regionen mit COVID-19-Fällen aufgehalten haben, können sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden beziehungsweise an die KV-Hotline 116117.

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