Coronavirus: Polizeischutz für Apotheken?

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„Medikamenten-Transporte und Apotheken bewachen“

„Es gibt keinen Grund zur Panik, aber natürlich braucht es einen realistischen Blick auf die Dinge“, sagte Kurz am Montagabend. Fritz Lang, Direktor des österreichischen Bundeskriminalamts und Leiter des Einsatzstabes, bringt allerdings bereits härtere Maßnahmen ins Spiel. „Es kann Quarantäne-Situationen geben und diese Szenarien gehen so weit, dass wir zum Beispiel auch Medikamenten-Transporte und Apotheken bewachen müssen“, erklärte Lang im Ö1-Morgenjournal.

Die EU-Kommission hat den 27 Mitgliedstaaten unterdessen eine gemeinsame Beschaffung von Schutzausrüstungen gegen das neue Coronavirus angeboten. Die Kommission habe die Mitglieder des Ausschusses für Gesundheitsschutz über diese Möglichkeit informiert, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die EU-Länder hatten demnach noch bis zum Montag Zeit, ihren genauen Bedarf anzugeben. In dem Ausschuss sind Fachleute aus allen 27 Mitgliedstaaten vertreten. Sie sprachen bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel auch über Möglichkeiten, angesichts neuer Covid-19-Erkrankungen in Italien Reisen zu beschränken und Menschen an Einreisestellen zu kontrollieren. Mehrere Länder hätten ihre Reisehinweise aktualisiert. Die Staaten wurden in der Sitzung daran erinnert, ihre Maßnahmen vorab dem Ausschuss für Gesundheitsschutz mitzuteilen, um koordiniert handeln zu können, teilte die Kommission weiter mit.

Allerdings ist die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus nach einer neuen EU-Einschätzung für Europäer derzeit „niedrig bis moderat“. Alle bisher berichteten Fälle in der Europäischen Union hätten klare epidemiologische Verbindungen, hieß es in einer Erklärung des ECDC. Man habe Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung zu begrenzen. Trotz steigender Fallzahlen in mehreren Ländern übt sich auch die WHO weiterhin in Optimismus. Es sei sehr ermutigend, dass die Fallzahlen in China zurückgingen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Die Ausbreitung des Virus könne noch gestoppt werden. Die Zahlen aus Italien, dem Iran und Südkorea seien gleichwohl sehr beunruhigend, sagte er. Nach WHO-Einschätzung handele es sich bislang nicht um eine Pandemie, sondern Epidemien in einzelnen Ländern.

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