Teamplanung: Isolation als Plan B

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Bisher laufe allerdings alles glatt. Wall arbeitet von einem Büro außerhalb der Apotheken und muss nach eigenen Angaben ohnehin nicht zwangsläufig vor Ort sein. „Ich bin momentan sowieso voll damit ausgelastet, Alkohol, Flaschen, Handschuhe, Plexiglas und dergleichen zu besorgen“, erklärt er. Außerdem ist er gerade damit beschäftigt, mit seinem zweiten Unternehmen Pharmaworx ein kostenloses Vorbestellsystem zu entwickeln, das Vor-Ort-Apotheken in der jetzigen Krise entlasten soll.

Seine Mitarbeiter seien mit der derzeitigen Arbeitsteilung auch einverstanden. „Alle ziehen mit“, sagt Wall, auch wenn es für seine Angestellten momentan natürlich eine harte Zeit sei. „Wir sind an der Belastungsgrenze, alle arbeiten am Anschlag. Vollzeit- oder Teilzeitkräfte gibt es nicht mehr. Überstunden, Unterstunden, Urlaub – das mussten wir erst mal alles streichen. Ich habe gesagt, sobald wir das überstanden haben, gleichen wir das alles aus.“ Er sei sich bewusst, „dass das gerade eine Ochsentour ist“, so Wall. „Aber gerade deshalb bin ich stolz auf mein tolles Team!“

Er und seine Mitarbeiter könnten sich dennoch glücklich schätzen. „Wir müssen froh sein, dass wir noch arbeiten dürfen, wenn wir sehen, wie andere Branchen leiden“, so Wall. „Wir haben es wesentlich besser als die Supermarktkassiererinnen, die waren bisher Kanonenfutter.“ Er sei sehr froh darüber, dass seine Personaldecke vor der Krise bereits dick genug war. „Mit einer Minimalbesetzung kriegst du das nicht hin.“

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