Brandenburg: Keine Maske hinter Plexiglas

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Denn die Maskenpflicht gelte zwar nur für Kunden – aber unter der Voraussetzung, dass ausreichende Schutzvorkehrungen getroffen wurden, wie auch das brandenburgische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie betont: Grundsätzlich müssen demnach zwar alle Personen eine Maske tragen, Beschäftigte im Einzelhandel aber nur „in Zweifelsfällen, bei denen sich tätigkeitsbedingt der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Kunden oder anderen Beschäftigten nicht sicher einhalten lässt und in denen bauliche oder organisatorische Maßnahmen nicht umsetzbar sind. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes besteht für Beschäftigte also kein Zwang zum ständigen Tragen von MNB“, so das Ministerium.

In der Regel gelte die Pflicht auch für den Kassenbereich oder an Bedientheken, wenn nur eine einfache und nicht hinreichend große Schutzvorkehrung angebracht wurde. „Nur wenn eine klare Trennung der Atembereiche, zum Beispiel durch ausreichend große Schutzscheiben oder Schutzfolien zwischen Kassen- bzw. Bedienbereich und Kundenbereich, vorgenommen wird, kann dort auf eine Mund-Nasen-Bedeckung für die Beschäftigten verzichtet werden.“

Damit legt Brandenburg seine Maskenpflicht so aus, wie es auch die meisten anderen Bundesländer tun. So haben beispielsweise die Apothekerkammern Westfalen-Lippe, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ihre Mitglieder darauf hingewiesen, dass hinter einer ausreichend großen Plexiglasscheibe kein gesonderter Schutz mehr notwendig ist. Anders sieht es in Bayern aus: Hier ist auch das Apothekenpersonal zum Tragen der Maske verpflichtet. Laut den FAQ des Handelsverbands Bayern (HBE) ist „auch an diesen Arbeitsplätzen nach bisherigen Erkenntnissen trotz Trennscheibe eine Maske zu tragen“. Das gilt auch für Personal, das im Kundenbereich Ware einräumt, im Backoffice besteht bei dieser Tätigkeit keine Maskenpflicht.

 

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