Zentrale Beschaffung von Schutzausrüstung

Berlin: Kammer kann Schutzmasken verteilen

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Wann mehr kommt und wie viel, ist indes noch nicht abzusehen. Als würde das die Planung nicht kompliziert genug machen, ist es auch für die Kammer nicht leicht, gegenüber der Senatsverwaltung anzugeben, wie viel überhaupt gebraucht wird. „Die Bedarfsmeldung an den Krisenstab haben wir auf Grundlage einer Schätzung aus der Geschäftsstelle gemacht“, erklärt Kemmritz. „Es ist sehr schwer, da vorab verlässliche Zahlen zu schätzen, da sich die Lage wöchentlich ändert.“ Die Frage, ob und falls ja, wie kontingentiert wird, ist deshalb ebenfalls noch ungeklärt. Auch deshalb weist die Kammer explizit darauf hin, dass es sich bei den Masken um Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für die im Gesundheitswesen Beschäftigten handelt. „PSA-Material ist nicht zur Abgabe an die Bevölkerung bestimmt“, so die Kammer in einer Mitteilung an ihre Mitglieder.

Die Ausrüstung diene lediglich dazu, das Apothekenteam vor Infektion zu schützen, damit es keine Ausfälle bei dem systemrelevanten Personal gibt. „Denn wenn diese Personen ausfallen, können sie auch niemandem mehr helfen. Aus diesem Grund darf das PSA-Material nicht an die Bevölkerung abgegeben werden, auch nicht bei zu erwartendem Nachfragedruck“, so die Kammer.

Die weitere Versorgung der Apotheken mit PSA-Material durch den Krisenstab würde gefährdet, wenn Apotheken PSA-Material nicht bestimmungsgemäß für den Selbstschutz verwenden, sondern verkaufen würden. „Die Apothekerkammer warnt ausdrücklich davor.“ Doch die Apotheken dürfen nicht nur kein Geld mit dem Material machen, sie müssen auch selbst dafür bezahlen. „Die Masken werden nicht verschenkt, sondern an alle Beteiligten verkauft – allerdings zu fairen Preisen“, so die Kammerpräsidentin. Wie hoch die sind, kann ebenfalls noch nicht verlautbart werden. Es gibt also noch viele Unbekannte in der Rechnung – aber immerhin, so wendet Kemmritz ein: „Es ist nicht planlos.“

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