Apothekenklientel bleibt zu Hause – Abda rechnet mit viel mehr Botendiensten

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Nach wie vor schwerstes Problem in den Apotheken seien die Versorgungsengpässe. „Das ist ein täglicher Drahtseilakt“, so Schmidt – auch in der Kommunikation. Einerseits wolle man den Menschen versichern, dass die Arzneimittelversorgung nicht gefährdet sei. Daher beruhige man, „wenn Panik entsteht“. „Unsere Mitglieder erleben aber das Gegenteil. Die Zahl der Probleme steigt exorbitant an“, so Schmidt. Die Priorisierung bei Paracetamol und der Pneumokokken-Impfstoff zeige das. „Das wird nicht einfacher werden. Die Probleme werden eher größer als kleiner“, so der Abda-Präsident.

Schmidt forderte, die Regeln in der Apotheke so weit zu vereinfachen, „dass Arbeit in Apotheken möglich bleibt“. Die Abda habe das BMG sehr früh darauf aufmerksam gemacht. „Wir brauchen Erleichterung beim Austausch von Arzneimitteln. Mit den jetzt per Gesetz geschaffenen Ermächtigungen könnte das geregelt werden.” Er gehe davon aus, dass „Spahn davon sehr schnell davon Gebrauch macht. Bei Rabattverträgen brauchen wir einheitliche flächendeckende Lösung“. Auch die Länder verfügten jetzt über hinreichende Ermächtigungen für Erleichterungen bei Öffnungszeiten. Das werde von den Apotheken bereits in vernünftigem Umfang genutzt. Schmidt: „Wir spüren jeden Tag die Motivation unserer Kollegen.“

Angesichts der Fokussierung der Politik auf die Corona-Krise rechnet der Abda-Präsident nicht mit einer raschen Befassung der Koalition mit dem Apothekenstärkungsgesetz (VOASG). Das Parlament habe zwar seine Arbeitsfähigkeit unter Beweis gestellt. Aber die Aufmerksamkeit der Gesundheitspolitik liege jetzt auf anderen Themen.

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