Apothekenklientel bleibt zu Hause – Abda rechnet mit viel mehr Botendiensten

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Jetzt habe sich die Lage etwas entspannt. Der Run auf Apotheken habe nachgelassen, „die Chroniker sind einmal durchversorgt“. Daher könnten die Apothekenteams etwas aufatmen. Große Frage sei aber, wie es weitergehe, wenn die Zahl der Infizierten weiter ansteige, „was wir alle erwarten.” Das RKI habe bereits einen neuen „Status“ für relevanten Personalmangel festgelegt, um Schließungen von Einrichtung bei Infektionsverdacht zu vermeiden. Mitarbeiter sollten demnach weiterarbeiten können, wenn ein Infektionsverdacht bestehe. So laute auch eine Empfehlung der Abteilung 6 des Bundesgesundheitsministeriums. Die Abda gehe davon aus, dass diese Regeln auch für Apotheken gelten. „Sonst gibt es bald keine offenen Apotheken mehr.“

Mit dem Thema Schutzausrüstung habe man „unbefriedigende Erfahrung“ gemacht. Angebote auf freiem Markt sei nur schwer einzuschätzen. Bei den zentralen Beschaffungsmaßnahmen des BMG seien Apotheken nur „sehr weit unten eingestuft“. „Das ist sehr unbefriedigend“, so Schmidt, denn „bei der ersten Beschaffungswelle stehen Apotheken nicht in der ersten Reihe.“ Bei weiteren Beschaffungswellen müssten Apotheker aber unbedingt berücksichtigt werden, auch wegen der zunehmenden Zahl von Botendiensten auch für infizierte Personen.

Befriedigender sei die Lage inzwischen bei Desinfektionsmitteln. Das sei eine Bewährungsprobe für das Apothekensystem, „wenn die Industrie an Grenzen stößt“. Zunächst habe es riesige Probleme bei der Beschaffung der Ausgangsstoffe und der Logistik gegeben, so Schmidt. Diese Probleme lösen sich nun auf. „Jetzt muss das Logistikproblem gelöst werden“, so der Abda-Präsident. Die Apotheker setzten dabei auf den Großhandel. Der Phagro habe mitgeteilt, dass der Großhandel intensiv an einer Lösung arbeite.

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