28 Tage infektiös: Wie gefährlich sind Türklinken & Co.?

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Wie lange Keime auf Oberflächen aktiv bleiben, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Viele Viren und Bakterien sind kälte- und hitzeempfindlich, sodass sie meist nur in einem gewissen Temperaturbereich überleben. Je mehr Wind weht, desto eher werden die Keime von Oberflächen abgetragen, gleichzeitig trocknen sie aus und werden inaktiv. Auch die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von diesen und weiteren Faktoren ab. Auch die Art der Oberfläche entscheidet über die „Überlebenszeit“ von Sars-CoV-2. Bisher gibt es nur wenige Untersuchungen zu dem Thema Tenizität. Die vorhandenen Untersuchungen zeigen zum Teil unterschiedliche Ergebnisse.

Die Ergebnisse aus Australien konnten von US-Wissenschaftlern nicht bestätigt werden. Sie konnten zeigen, dass Sars-CoV-2 auf Edelstahl und Plastik bis zu drei Tage infektiös bleibt. Auf Kupferoberflächen waren die Viren bereits nach vier Stunden abgetötet. Die Forscher gaben zu bedenken, dass Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen sind – daher erfolgt in der Regel innerhalb von Stunden bis Tagen eine Inaktivierung.

Neben regelmäßiger Händedesinfektion gibt es weitere Möglichkeiten, um sich vor einer Schmierinfektion zu schützen. Das Unternehmen Wingguard hat beispielsweise antivirale Handschuhe auf den Markt gebracht. Die dunkelblauen Baumwollhandschuhe können bis zu 30-mal mit kaltem Wasser gewaschen werden. Das Unternehmen gibt eine Tragedauer von bis zu 210 Tagen an. Das Prinzip hinter dem Handschuh: Die Textiloberfläche wird mit einer stark positiven Ladung zu versehen, sodass das Gewebe antimikrobiell wird. Auch Stifte mit antimikrobieller Beschichtung sind mittlerweile erhältlich: Messmer produziert den sogenannten Protect Pen aus antimikrobiellem Plastik. Kommt der Stoff mit einem Virus in Berührung, wird dieser durch freiwerdende Sauerstoffradikale direkt abgetötet.

 

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