Zuzahlungen

DocMorris mit Testkauf überführt?

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Im Kundenkonto werde die Rechnungsnummer wiederum nicht genannt, belegt Virkus. Damit werde verschleiert, dass die Zuzahlung nicht oder nicht vollständig eingezogen werde, so der Vorwurf. Der Krankenkasse sei es so unmöglich, ihrem Versicherten nachzuweisen, dass die Zuzahlung nicht voll bezahlt wurde. „So werden dem Patienten auch im Falle der Aufdeckung der Zuzahlungsverkürzungen die heraus resultierenden Vorteile gesichert“, schreibt Hönig und Partner.

Die Kanzlei zitiert ein Urteil des Landgerichts (LG) Ravensburg, wonach DocMorris die Zuzahlung nicht vollständig einziehe und diesbezüglich falsch abrechne. „Vor diesem Hintergrund überrascht es, dass Sie die Behauptungen der DocMorris N.V. beanstandungslos übernommen haben“, heißt es im Schreiben an den GKV-Spitzenverband.

Anwalt Virkus zitiert anschließend noch eine Entscheidung des LG Stuttgart. In diesem Verfahren ging es um die Freiumschläge von DocMorris. Aus Sicht der Richter hätte die Versandapotheke in diesem Zusammenhang eine Telefonnummer des Kunden für etwaige Rückfragen abfragen müssen. Dies sei aber nicht geschehen. Das Versandhandelskonzept, so Hönig und Partner, gefährde damit die Arzneimittelsicherheit.

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