Zuzahlungen

DocMorris mit Testkauf überführt?

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Mit dieser Erklärung wollten sich die von Hönig und Partner vertretenen Apotheker aber nicht abspeisen lassen. Denn wenn DocMorris gegenüber den Kassen behaupte, die Zuzahlung ordnungsgemäß einzuziehen, dann sei dies „nachweislich falsch“. DocMorris verstoße nicht nur gegen die Verpflichtungen des Rahmenvertrags, sondern täusche die Krankenkassen auch vorsätzlich über die Einziehung der Zuzahlung, heißt es in einen neuen Schreiben an den GKV-Spitzenverband.

Ein Testkauf bei DocMorris soll dies belegen: Ein zuzahlungspflichtiger GKV-Versicherter erhalte eine Rechnung, einen Zuzahlungsnachweis und eine Übersicht über das Kundenkonto. Auf der Rechnung sei die Zuzahlung vermerkt sowie der Hinweis: „Die offene Forderung ist mit Erhalt der Rechnung fällig.“ Weil das Blatt mit Rechnungsnummer und -datum versehen sei sowie als „Seite 1/1“ gekennzeichnet ist, entstehe der Eindruck, der Patient habe nur die Rechnung erhalten, schreibt Rechtsanwalt Fabian Virkus von Hönig und Partner.

Mit dem Nachweis werde lediglich die Zahlung bestätigt. Einen Hinweis, dass die Zuzahlung nicht vollständig eingezogen werde, gebe es nicht. In der Übersicht zum Kundenkonto – ebenfalls auf einer Einzelseite – würden die Boni als Guthaben gelistet und mit der Forderung verrechnet, selbst wenn diese nur aus der Zuzahlung bestehe.

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