Weko: Antigen-Schnelltest für Apotheken

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„Mit dem Biocredit-Covid-19-Antigen- sowie unserem Antikörper-Schnelltest kann jetzt sowohl in der Frühphase einer Infektion als auch in deren späteren Verlauf und Nachgang eine Erkrankung, auch eine überstandene, nachgewiesen werden“, erläutert Konrad. „Dies kann ein PCR-Abstrichtest, der als ‚Goldstandard‘ bei den sonst üblichen Covid-19-Testverfahren gilt, nicht. Außerdem dauert ein solcher Test unter optimalen Bedingungen im Labor drei bis fünf Stunden. Bis der potenziell Infizierte ein verlässliches Ergebnis erhält, können mehrere Tage vergehen.“

Abgabe an Privatpersonen verboten

Einige Apotheken haben nach der Markteinführung damit begonne, die Schnelltests an die Kunden abzugeben. Sie wollten dadurch einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten. Dann wurde zahlreichen Apothekern die Abgabe verboten: Die Diagnostika seien ausschließlich medizinischem Personal vorbehalten, so die Rechtsabteilung der Abda. Eine Durchführung in der Apotheke durch den Apotheker selbst sei ebenfalls unzulässig. Die Abda-Juristen verwiesen auf die Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV), wonach In-vitro-Diagnostika zum direkten oder indirekten Nachweis eines Krankheitserregers für die Feststellung definierter Krankheiten nur an den hier ebenfalls definierten Personenkreis abgegeben werden dürfen. Bei Covid-19 handele es sich um eine „bedrohliche übertragbare Krankheit“ im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Insbesondere eine Abgabe an Laien ist demnach untersagt“, stellt die Abda klar.

Nach Zahlen von Insight Health wurden alleine im April rund 10.700 Packungen im Wert von 366.000 Euro (Herstellerabgabepreis, ApU) verkauft, ganz überwiegend vom Canea-Test. Der Löwenanteil von 10.500 Einheiten entfiel auf die Selbstmedikation.

 

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