Warentest: Glaeskes OTC-Top 50

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„Geeignet“ sind auch Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol. Die Monopräparate können bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber eingesetzt werden. Der Zusatz Vitamin C bei ASS bringe therapeutisch nichts, so die Experten. „Gut ist, dass die Einnahme von ASS als Brausetablette Wasser zuführt.“

Eine Empfehlung gibt es auch für Präparate gegen Halsschmerzen. Betäubende Lutschpastillen werden jedoch nur als „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Auf die Liste der Top 50 haben es die Produkte dennoch geschafft, aber nur „weil eine unterstützende Wirkung möglich ist und der Markt nichts Besseres bietet“. Die Experten empfehlen bei leichten Halsschmerzen Emser Pastillen (Siemens & Co.). Zu den empfohlenen aber „mit Einschränkung geeigneten“ Halsschmerztabletten zählen Trachilid (Lidocain, Engelhard) und Mucoangin (Ambroxol, Sanofi). Der Wirkstoff Ambroxol sei jedoch bei Entzündungen im Hals nur wenig erprobt, so die Experten. Eine kurzfristige Anwendung sei dennoch vertretbar.

Ist die Erkältung nach dem Etagenwechsel in den unteren Atemwegen angekommen, sind Präparate gegen Husten gefragt. Hier kommen sowohl Hustenlöser als auch Hustenstiller in Frage. Vor allem Schleimlöser werden laut Warentest häufig nachgefragt. 2017 war ACC akut (Acetylcystein) das meistverkaufte Erkältungsmittel in Deutschland. Für die Experten gibt es jedoch „keine rundum geeigneten Mittel“ gegen festsitzenden Schleim. Bisherige Studien zu ACC und Ambroxol ließen bestenfalls eine unterstützende Wirkung erwarten.

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