Arzneimittelsicherheit

Vor Ort: So läuft der Securpharm-Start APOTHEKE ADHOC, 09.02.2019 09:45 Uhr

Genug kleinere Apotheken, für die die Frage relevanter ist, dürfte es aber geben. Und zwar nicht nur in Deutschland: Das neue System gilt europaweit, zehn Milliarden Packungen erhalten ab heute einen „Personalausweis“, wie Securpharm selbst es nennt. Da die Verifizierungspflicht aber nur für ab heute freigegebene Ware gilt, werden sich Bestandsware und verifizierungspflichtige Arzneimittel noch „für mehrere Jahre vermischen“, wie Securpharm prognostiziert. Zum Glück, kann man sagen. Denn zwischenzeitlich war auf EU-Ebene darüber diskutiert worden, alle Packungen auf einen Schlag aus dem Verkehr zu ziehen und umzutauschen. Das hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem totalen Chaos und Versorgungsengpässen geführt.

Das Securparm-System ist eingebettet in ein europaweites Schutzsystem der legalen Lieferkette gegen gefälschte Arzneimittel. Zunächst gehen in 26 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein die Sicherheitssysteme in Betrieb. Bis 2025 kommen dann auch die Systeme Italiens und Griechenlands dazu. Auch die britische Regierung hat das System – trotz des voraussichtlich bevorstehenden Austritts aus der EU – in Betrieb gesetzt und angekündigt, es unabhängig von der weiteren politischen Entwicklung in Betrieb zu halten.

Allein für Deutschland mussten die Arzneimittelhersteller die Fertigung von fast 60.000 unterschiedlichen Produkten so umstellen, dass sie die neuen Sicherheitsmerkmale erhalten. Hierzulande werden pro Jahr rund 750 Millionen Packungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel in öffentlichen Apotheken abgegeben. Rund 22.000 Hersteller, Apotheken, Großhändler und Kliniken wurden an das Securpharm-System angebunden.

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