Testzentren: Wachsender Schmuddelfaktor

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Auch mehren sich die Fälle, in denen andere Gewerbe wie Handyläden, Friseure oder Massagesalons in das Geschäft einsteigen – mutmaßlich um Umsatzeinbußen durch Lockdown-Maßnahmen auszugleichen. Das ist an sich legitim – gleichzeitig mehren sich jedoch Beschwerden, dass umgechultes Personal Tests selbst für Laien ersichtlich nicht vorschriftsgemäß ausführt. So werde buchstäblich im Vorbeigehen aus Fenstern heraus getestet, Abstriche würden dabei viel zu kurz und nicht tief genug gemacht. Die Aussagekraft solcher Testergebnisse steht stark in Zweifel.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat sich auf Nachfrage nicht dazu geäußert; hier rechnet man allerdings ohnehin mit zahlreichen Schließungen von Teststellen in der nahen Zukunft. „Das Angebot der Test-to-go-Stellen orientiert sich allein an wirtschaftlichen Überlegungen der Betreiber“, teilte ein Sprecher der mit. Bei einer raschen Zunahme von Öffnungsangeboten ohne Testpflicht sei davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen etliche Test-to-go-Stellen schließen würden. „Wie hoch diese Zahl sein wird, ist aber nicht vorhersehbar.“

Auf der anderen Seite gebe es nach wie vor Anträge auf Neuzertifizierungen von Test-to-go-Stellen. Sie würden gemeinsam mit den Bezirken „sehr genau“ auf den weiteren Bedarf hin überprüft, so die Gesundheitsverwaltung. Die tägliche Testkapazität in Berlin war demnach mit rund 800.000 am 7. Juni am größten. „Seither gehen die verfügbaren Kapazitäten langsam, aber kontinuierlich zurück.“

Derzeit liegt die Tageskapazität bei den Test-to-to-Stellen von Drittanbietern nach Angaben der Gesundheitsverwaltung bei immer noch rund 680.000 Tests, die der landeseigenen Testzentren bei etwa 16.000. Falls der Bedarf an Corona-Schnelltests wieder steigen sollte, sei nach den bisherigen Erfahrungen davon auszugehen, dass die Testkapazitäten innerhalb einer Woche wieder hochgefahren werden könnten, so die Gesundheitsverwaltung.

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