Tests in Apotheken: Unrentabel und sinnvoll

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Für die Bürger:innen sollen die Schnelltests kostenlos sein, die Apotheken sollen laut aktuellen Plänen 18 Euro erhalten – 9 Euro für das Testmaterial und 9 Euro für die Durchführung und Attesterstellung. Eine Mehrheit von 66 Prozent empfindet diese Honorierung als zu gering, unter den Inhabern sind es sogar 76 Prozent. Die Preisvorstellungen bewegen mehrheitlich bei 25 bis 35 Euro, etwa jeder Vierte hätte gern noch mehr, 14 Prozent wären auch mit einer Vergütung von 20 bis 25 Euro zufrieden.

Zum Vergleich: In fast jeder fünften Apotheke (18 Prozent) werden aktuell Corona-Antigen-Schnelltests für selbstzahlende Kunden bereits durchgeführt. Die Preise variieren laut Umfrage ziemlich deutlich: 37 Prozent der Apotheken nehmen zwischen 30 und 40 Euro für die Durchführung inklusive der verwendeten Testmaterialien. 26 Prozent kassieren zwischen 20 und 30 Euro, fast ebenso viele (24 Prozent) nur 10 bis 20 Euro. In einigen Apotheken ist die Testung dagegen deutlich teurer: 11 Prozent verlange zwischen 40 und 50 Euro.

Die Option, mit dem vorgesehenen Honorar für die Bürger:innen kostenblose Tests durchzuführen, wäre nach Einschätzung von 57 Prozent eine Zuschussgeschäft für die Apotheken. Die Inhaber:innen sind davon sogar mit deutlicher Mehrheit überzeugt (76 Prozent).

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